Hund allein lassen

Hund allein lassen – Tipps, Infos und Wissenswertes

Der Hund jault, zerstört Kissen oder Teppiche, Frauchen oder Herrchen versuchen ihren Hund über den Leckerlispender mit integrierter Sprechanlage davon abzuhalten und so schnell wie möglich wieder nach Hause zu kommen. So kann das Alleinlassen deines Vierbeiners aussehen – muss es aber nicht! In diesem Artikel lernst du, wie du ganz entspannt mit deinem Hund das Alleinbleiben trainierst. Außerdem erfährst du, ob man jeden Hund allein lassen kann, ab welchem Alter das möglich ist und wann man mit dem Training beginnen kann.

Inhalt

  1. Kann ich meinen Hund allein lassen?
  2. Hat mein Hund Angst allein zu sein?
  3. Wie erkenne ich, ob mein Hund ein Problem mit dem Alleinsein hat?
  4. Wie lange kann ich meinen Hund allein lassen?
  5. Kann ich meinen Welpen allein lassen?
  6. Wie bringe ich meinem erwachsenen Hund bei, allein Zuhause zu bleiben?
  7. Wie kann ich meinen Hund beschäftigen, wenn er allein ist?
  8. Tipps für das Hund allein lassen
  9. Mögliche Fehler im Alleinbleiben-Training

Kann ich meinen Hund allein lassen?

Hunde sind Rudeltiere und grundsätzlich nicht für das Alleinsein gemacht. Dennoch kann es dein Vierbeiner lernen auch mal allein zu sein und dabei sogar zu entspannen.

Es ist für einen funktionierenden Alltag in den meisten Fällen sogar sehr wichtig, dass dein Vierbeiner auch mal allein bleiben kann und ihr dabei beide entspannt sein könnt. Dabei geht es nicht nur darum, deinen Hund allein zu Hause zu lassen. Es fängt bereits dabei an, kurz mal ohne ihn in einen anderen Raum oder zum Briefkasten zu gehen. Deshalb ist es wichtig, deinem Hund das entspannte Alleinbleiben beizubringen und ihm zu zeigen, dass du immer wieder kommst.

Dennoch fällt es manchen Hunden schwerer als anderen und einige haben sogar panische Angst davor. Ist dies der Fall, solltest du auf jeden Fall professionelle Hilfe hinzuziehen, bevor du mit dem Hund allein lassen startest.

Hat mein Hund Angst, allein zu sein?

Hunde sind durch ihre Abstammung vom Wolf ursprünglich Rudeltiere und deshalb instinktiv nicht gerne allein. In einem Rudel werden nur die kranken oder schwachen Mitglieder allein gelassen. Dieser Instinkt ist in unseren heutigen Hunden mal mehr und mal weniger stark vorhanden und zeigt sich dadurch, dass kein Vierbeiner wirklich gerne allein bleibt. Für manche Hunde äußert sich dies in regelrechter Panik.

Es gibt zwei Arten von Angst, die meist bei Hunden auftreten, die nicht allein bleiben können. 

Zum einen ist dies die Trennungs- beziehungsweise Verlustangst. Zu dieser Angst kommt es meist durch traumatische Erfahrungen in der Vergangenheit deines Vierbeiners. Aber auch ein zu geringes Selbstvertrauen deines Hundes kann zu Verlustangst führen. Er definiert sich in diesem Fall über deine Anwesenheit und bekommt Angst, wenn du weggehst. Das Selbstvertrauen deines Hundes kannst du beispielsweise durch Erfolge bei sportlichen oder anderen Aktivitäten steigern. Wenn dein Hund eine sehr ausgeprägte Angst hat, solltest du nicht einfach allein üben, sondern dich an einen professionellen Hundetrainer oder Hundepsychologen wenden.

Die zweite Angst ist die vor dem Kontrollverlust. Hunde mit dieser Angst denken, dass ihr Herrchen oder Frauchen ohne sie nicht zurechtkommt. Sie wollen ständig bei ihm oder ihr sein und aufpassen. Ist dies bei deinem Vierbeiner der Fall, solltest du in der Erziehung ein paar Schritte zurück gehen. Zeig deinem Hund, dass du der Rudelführer bist, der sich um alles kümmert. So nimmst du ihm nach und nach das Gefühl, dass er aufpassen muss. Dies bedeutet auch zugleich viel weniger Stress für deinen Vierbeiner. Kontaktiere auch hier beispielsweise einen Hundetrainer, wenn du Hilfe benötigst.

Dennoch ist es keine Lösung deinen Hund nie wieder allein zu lassen. Es ist sogar sehr wichtig, dass dein Vierbeiner lernt, entspannt allein zu sein, wenn du gerade mal ohne ihn los musst. Natürlich willst du als Hundebesitzer deinen Vierbeiner am liebsten immer mitnehmen. In manchen Situationen funktioniert das aber einfach nicht oder würde deinen Hund sogar sehr stressen, wie beispielsweise beim Arztbesuch oder in einem überfüllten Einkaufszentrum. In solchen Fällen hat es dein Hund Zuhause viel ruhiger und kann entspannen. Mit dem richtigen Training und einer geeigneten Vorgehensweise klappt das in nahezu allen Fällen auch sehr gut. Funktioniert das Alleinbleiben erstmal, wird das sowohl deinen Alltag als auch den deiner Fellnase um einiges erleichtern und stressfreier machen. Denn ein Hund, der nicht alleine bleiben kann, bedeutet sowohl für dich als auch für deinen Vierbeiner eine enorme Anspannung, Stress und Probleme im täglichen Leben.

Bei den meisten Hunden, die zunächst nicht allein bleiben wollen, ist jedoch keine so große Angst das Problem, sondern nur das fehlende Training. Dies kannst du einfach Zuhause beheben. Wie du das machst, erfährst du in den nachfolgenden Teilen dieses Artikels. Eine genaue Schritt für Schritt Anleitung für das Alleinbleiben-Training findest du außerdem hier. (LINK)

Hund schaut allein aus dem Fenster

Wie erkenne ich, ob mein Hund ein Problem mit dem Alleinsein hat? 

Dies äußert sich bei jedem Hund anders. Manche Vierbeiner sind laut und zerstörerisch, andere hingegen leiden im Stillen. Die folgenden Punkte zeigen einige Verhaltensweisen, die Hunde bei Angst zeigen können. Trifft etwas davon auf deinen Hund zu, solltest du der Ursache auf den Grund gehen.

  • Stundenlanges Winseln oder Jaulen und Warten vor der Tür
  • Zerkratzen von Wänden, Türen oder Möbeln
  • Stubenunreinheit
  • Zerstörung von allen Gegenständen, die in Reichweite sind
  • Dauerhaftes Bellen
  • Dein Hund folgt dir durchgehend, wenn du wieder da bist und schläft schließlich erschöpft ein

Um deinen Vierbeiner auch beobachten zu können, wenn du nicht Zuhause bist oder auch wenn ihr mit dem Alleinsein-Training startet, ist eine Haustierkamera empfehlenswert. So kannst du deinen Hund allein lassen, aber trotzdem etwas auf ihn aufpassen. Die Aufnahmen der Kamera kannst du auch deinem Hundetrainer zeigen, wenn du Hilfe mit deinem Hund benötigst.

Wie lange kann ich meinen Hund allein lassen?

Diese Frage lässt sich nicht allgemein beantworten, da jeder Hund einzigartig ist. Es gibt auch sehr viele verschiedene Meinungen zu dem Thema. Dennoch kann man sagen, dass du einen Welpen oder jungen Hund nicht länger als zwei Stunden allein lassen solltest. Schließlich kann er sein Geschäft noch nicht so lange inne halten.

Bei ausgewachsenen und trainierten Hunden sieht es etwas anders aus. Hier gehen die Meinungen von vier bis zu acht Stunden Alleinsein. Dabei musst du ganz individuell auf deinen Hund achten und sehen, ob er so lange Phasen allein gut übersteht. Falls dies der Fall ist, solltest du aber unbedingt darauf achten, dass du dich ausgiebig mit deinem Vierbeiner beschäftigst, sobald du wieder Zuhause bist. Körperliche und geistige Auslastung sind sehr wichtig für die Gesundheit deines Hundes und tragen dazu bei, dass er entspannter allein bleiben kann.

Hunde die auf einem großen Hof leben, selbstständig nach draußen können und einen wettergeschützten Unterschlupf haben, können sogar bis zu 10 Stunden allein bleiben. Dies sollte aber auf jeden Fall eine Ausnahme und nicht die Regel sein und funktioniert nur, wenn dein Hund mit dem Alleinbleiben kein Problem hat. 

Sei dir bewusst, dass es für deinen Hund nie schön ist, allein zu bleiben. Er muss auch die Möglichkeit haben, sich zu erleichtern, wenn er lange ohne dich Zuhause ist. Du könntest dich auch nach einem Hundesitter umsehen oder fragen, ob du deinen Vierbeiner mit zur Arbeit nehmen darfst.

Falls du schon einen Senioren-Hund hast, musst du die Frage des Alleinlassens auch individuell beantworten. Bei Demenz oder anderen medizinischen Problemen benötigt dein alter Vierbeiner häufig Betreuung und sollte nur wenig oder gar nicht mehr allein bleiben. 

Welpen allein lassen

Kann ich meinen Welpen allein lassen?

Du kannst bereits mit einem Welpen das Alleinsein trainieren. Wenn dein junger Vierbeiner neu zu dir kommt, solltest du ihm vor dem Trainingsstart allerdings zwei bis drei Wochen Eingewöhnungszeit geben. 

Du kannst das Training starten, indem du zu Beginn einfach den Raum verlässt, die Tür hinter dir zu und sofort wieder auf machst. Das genügt für den Anfang und kann von dir in verschiedenen Räumen durchgeführt werden. Das Wichtigste dabei ist, dass du dich weder von deinem Hund vor dem Hinausgehen verabschiedest, noch, dass du ihn beim Betreten des Raumes übermäßig begrüßt. Das klingt vielleicht erstmal komisch, da man doch sonst im Training gerne Belohnungen gibt. Das Ziel des Alleinbleiben-Trainings ist es jedoch, dass sich dein Hund entspannt und irgendwann kaum mehr beachtet, wenn du den Raum verlässt. Verabschiedest du dich nun jedes Mal ausgiebig, lenkst du die Aufmerksamkeit deines Vierbeiners auf die Situation. Du signalisierst ihm, dass er warten soll und es eine Belohnung gibt, wenn du wieder kommst. Dies führt zu einer Anspannung statt Entspannung und macht es deinem Hund schwer, stundenlang auf deine Rückkehr zu warten. 

Die Zeit, in der du deinen Welpen in einem Raum allein lässt, kannst du nach und nach steigern. Arbeite dich langsam hoch und wechsle immer wieder zwischen ganz kurz allein lassen und wieder etwas länger. So kann sich dein Vierbeiner nicht auf eine bestimmte Zeit einstellen. Sobald du merkst, dass dein Hund überfordert ist, gehst du im Training wieder einen Schritt zurück. Das ist ganz normal und für euch beide sinnvoll. 

Wenn du dir einen Welpen holst, solltest du ihm die ersten paar Wochen Zeit geben, sich einzugewöhnen. Erst danach kannst du langsam mit dem Alleinbleiben-Training beginnen. Dies braucht Zeit und ist nicht die einzige Sache, die dein Welpe anfangs lernen muss. Stubenreinheit, die ersten Kommandos und das Zusammenleben mit seiner neuen Familie sind nur ein paar der Dinge, die deinen Welpen beschäftigen werden. Umso wichtiger ist es, dir wirklich Zeit zu lassen und nichts zu überstürzen. Dein Welpe wird nicht nach 3 Wochen plötzlich 8 Stunden allein bleiben können. Falls es nicht anders geht, ist ein Hundesitter eine gute Lösung. An diese Person muss sich dein Vierbeiner aber auch zuvor im Beisein von dir gewöhnen. 

Wie bringe ich meinem erwachsenen Hund bei, allein zu Hause zu bleiben?

Wenn du einen erwachsenen Hund allein lassen möchtest, dauert das Training oft noch länger als bei einem Welpen. Junge Hunde und Welpen lernen viel schneller und unkomplizierter. Wenn du deinen Vierbeiner also bereits als Welpe bekommst, lohnt es sich früh mit dem Training zu beginnen. Aber auch ältere Hunde können das Alleinsein lernen. 

Auch hier startest du damit einen Raum zunächst kurz zu verlassen. Es ist auch hilfreich, deinen Vierbeiner im Alltag hin und wieder zu ignorieren und nicht jeder Spielaufforderung sofort nachzukommen.

Wenn du weißt, dass du deinen Hund allein lassen musst, kannst du ihn vorher nochmal richtig auspowern. Im besten Fall verschläft er die Zeit allein dann einfach. Wenn du nicht weißt, wie du deinen Hund beschäftigen sollst, kannst du dir hier unsere Artikel zum Thema Hundesport, Apportieren lernen oder Agility-Training durchlesen.

Wichtig ist es zu beachten, dass du anfangs deinen Vierbeiner während des Alleinsein-Trainings nicht tatsächlich lange allein lässt. Dies muss in ganz kleinen Schritten aufgebaut werden und ohne Druck passieren. Dein Hund muss sich zunächst an sein neues Leben und seine neue Familie gewöhnen. Lasse ihn, wie auch einen Welpen, in der Eingewöhnungsphase nicht allein, sondern gib ihm Zeit. Anschließend kannst du in kleinen Schritten mit dem Training beginnen. Ein Hundesitter ist auch bei älteren Hunden sinnvoll.  

Wenn du einen detaillierten Trainingsplan zum Thema “Hund allein lassen” möchtest, findest du hier einen. (LINK)

Hund entspannt

Wie kann ich meinen Hund beschäftigen, wenn er allein ist?

Deinen Hund allein lassen ist nie leicht. Um es für deinen Vierbeiner etwas spannender zu machen, kannst du ihm verschiedene Beschäftigungen während deiner Abwesenheit anbieten.

Du kannst deinem Vierbeiner beispielsweise einen Kong geben und diesen mit einer leckeren Paste füllen. Diese Leckerei sollte dein Hund aber nur bekommen, wenn er allein bleiben muss. Im besten Fall freut er sich irgendwann vielleicht sogar wenn du das Haus verlässt, weil er dann etwas Tolles bekommt.

Du könntest auch Leckerlis an verschiedenen Orten im Raum verstecken und deinen Hund diese suchen lassen. Wichtig ist, dass du ihm kein Spielzeug gibst, das er kaputt machen und womöglich verschlucken könnte.

Tipps für das Hund allein lassen

Nachfolgend findest du noch ein paar Tipps, wie das Hund allein lassen gut funktionieren kann. Bei Problemen kannst du dich immer an eine Hundeschule oder einen Hundetrainer wenden.

Im Training Zeit lassen

Hektik bringt im Umgang mit Tieren nie etwas. Vor allem nicht, wenn es darum geht, deinen Hund allein lassen zu wollen. Starte mit deinem Vierbeiner so früh wie möglich und in ganz kleinen Schritten. Am besten nimmst du dir dafür Urlaub oder organisierst einen Hundesitter. Wenn du deinen Vierbeiner zu Beginn gleich lange allein lassen musst, kann es dich im Training weit zurückwerfen.

Bellen nicht beachten

Wenn du deinen Hund allein lassen musst, kann es passieren, dass er sofort zu bellen beginnt. Wichtig ist dann, dass du nicht sofort wieder zu ihm gehst. Warte bis er mit dem Bellen aufgehört hat und betritt dann ruhig und gelassen den Raum, ohne ihn zu belohnen. So signalisierst du deinem Vierbeiner, dass du immer wieder kommst, aber verknüpfst dies nicht mit seinem Bellen.

Dies gilt nur für leichtes Herumnörgeln oder Bellen. Sollte sich dein Hund richtig hineinsteigern oder wütend werden, kannst du ihn korrigieren und beispielsweise wieder auf seinen Platz schicken. Damit dies nicht zur Gewohnheit wird, kannst du im Training ein paar Schritte zurückgehen und deinen Hund zunächst im Raum ignorieren. Dabei bleibst du in Hör- und Sichtweise deines Vierbeiners. Arbeite auch an der Impulskontrolle deines Hundes. Er muss lernen, dass er nicht immer alles haben kann, was er gerade möchte. Das erhöht seine Frustrationstoleranz. Falls dein Hund wirklich Panik bekommt, sobald er allein ist, gehe direkt zu ihm. Sei für ihn da aber beginne nicht ihn übermäßig zu trösten. Um das Training positiv zu beenden, kannst du ihn nochmal auf seine Decke schicken aber neben ihm bleiben. Falls sich die Panik deines Hundes nicht legt, solltest du dir professionelle Hilfe holen.  

Auspowern

Wenn du weißt, dass du deinen Hund allein lassen musst, kannst du ihn davor nochmal richtig auspowern. Ein langer Spaziergang mit eingebauten Suchspielen ist ideal. Dabei kann sich dein Vierbeiner auch nochmal erleichtern und schläft danach am besten für ein paar Stunden.

Hund im Körbchen

Räumliche Begrenzung schaffen

Manchen Hunden hilft es, wenn sie einen beschränkten Platz allein zur Verfügung haben. Sie fühlen sich in einem einzelnen Raum weniger verloren und sicherer, als wenn sie das ganze Haus für sich hätten. Wichtig ist auch, dass dein Hund in dem Raum seinen festen Liegeplatz hat. Auf diesem kann er sich entspannen und sicher fühlen. Wenn dein Vierbeiner dazu neigt, vor Stress die ganze Zeit durch den Raum zu laufen, kannst du eine Leine zu Hilfe nehmen. Diese befestigst du neben dem Hundebett an einem schweren Objekt, beispielsweise einem Schrank. Hänge deinen Vierbeiner dort an, bevor du den Raum verlässt und gib ihm somit Sicherheit. Wichtig ist, dass die Leine nicht zu kurz ist aber auch nicht zu lange. Dein Hund sollte sich damit ein paar Schritte bewegen können aber nicht wieder in das „Stresslaufen“ kommen.

Hundekamera

Um dir und deinem Hund noch mehr Sicherheit zu geben, ist eine Hundekamera hilfreich. Diese kannst du mit deinem Smartphone verbinden und deinen Vierbeiner beobachten, wenn du nicht bei ihm bist.

Deinem Hund vertrauen und geduldig sein

Hunde merken es, wenn ihr Frauchen oder Herrchen nervös ist oder ihnen nicht vertraut. Geh an das Alleinsein-Training entspannt, geduldig und ruhig heran. Nach und nach wirst du deinem Hund voll vertrauen und er dir auch. Wenn du dir im Training Zeit lässt und dich ausgiebig mit deinem Vierbeiner beschäftigst, wird er die Phasen allein bald gelassen nehmen. Dennoch sollten dies nicht jeden Tag mehrere Stunden sein. Ist dies der Fall, ist ein Hundesitter oder das Prinzip des dogsharing hilfreich. Dabei „teilst“ du dir mit einer anderen Person deinen Hund. Tagsüber könnte er so bei der anderen Person sein, damit du arbeiten gehen kannst.

Warten am Fenster

Mögliche Fehler im Alleinbleiben-Training

Nachfolgend findest du ein paar Dinge, die du vermeiden solltest, wenn du deinen Hund allein lassen möchtest.

Zu schnell zu viel wollen

Wenn du deinen Hund gleich bei der ersten Trainingseinheit zwei Stunden allein lässt, ist das viel zu lange und geht vermutlich nach hinten los. Dein Vierbeiner könnte Panik bekommen und beim nächsten Mal direkt Angst haben, sobald du den Raum verlässt. Beginne stattdessen mit sehr kurzen Einheiten und schließe zu Beginn nur ganz kurz die Tür, bevor du sofort wieder in den Raum kommst.

Allein lassen als Bestrafung

Den Hund allein lassen und einsperren, wenn er in deinen Augen etwas falsch gemacht hat? Absolut falsch! So bekommt dein Vierbeiner nur Angst vor dem Alleinsein und verliert womöglich das Vertrauen in dich. Ignoriere ihn stattdessen bei Fehlverhalten und gestalte das Alleinbleiben-Training möglichst positiv und stressfrei. Wenn du noch Probleme in der Hundeerziehung hast, findest du hier einen Artikel dazu.

Den Raum nicht sichern

Wenn du deinen Hund allein lassen musst, sollte der Raum dafür sicher sein. Gefährlich sind Stromkabel, Kleinteile die dein Vierbeiner verschlucken kann, Glasflaschen oder herumstehende Lebensmittel. Falls du deinen Hund im Garten allein lassen willst, sollte der Zaun hoch genug und ausbruchsicher sein. Leider könnten im Garten aber auch fremde Leute Dinge über den Zaun werfen, die für deinen Hund gefährlich sind.

Zu viel Alleinsein

Auch wenn es bei vielen Hunden klappt, gibt es welche, die einfach nicht allein bleiben können. Für solche Hunde bedeutet das Alleinsein sehr großen Stress. Dies kann dazu führen, dass diese Vierbeiner bis zur Erschöpfung jammern, sich selbst verletzen, depressiv werden oder schwere Verhaltensstörungen entwickeln. Beobachte deinen Hund genau, wie er auf längere Phasen allein reagiert. Hole einen Tierarzt oder Hundetrainer hinzu, wenn du denkst, dass sich dein Vierbeiner komisch verhält. Falls es deinem Hund mit dem Alleinbleiben schlecht geht, kannst du Wege suchen, dies zu vermeiden. Beispielsweise mit einem Hundesitter oder einer Hundetagesbetreuung. Sollte dies alles nicht funktionieren, musst du dir vielleicht eingestehen, dass es aktuell nicht der richtige Zeitpunkt für einen Hund ist und du deinem Liebling ein Zuhause suchen könntest, in dem er nicht allein sein muss. Dies wäre natürlich erst der allerletzte Schritt.

Wir wünschen dir viel Erfolg beim Alleinsein-Training mit deinem Hund!

wedog - Newsletter Anmeldung

Share this post

Share on facebook
Share on whatsapp
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on email

Das könnte dich auch interessieren

Bald startet wedog.com

100% Hundeliebe

Melde dich jetzt für unseren kostenlosen Newsletter an.