Dein Hund bellt? – So kannst du ihm das Bellen abgewöhnen!

Ein kleiner Hund auf einer Wiese bellt.
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Besucher, Radfahrer, Autos, spielende Kinder, Artgenossen – alles wird mit einem lauten Bellen kommentiert. Der Hund lässt sich nicht beruhigen, der Mensch weiß sich nicht richtig zu helfen und die Laune sinkt in den Keller, da alltägliche Situationen die Nerven strapazieren. Kommt dir dieses Szenario bekannt vor? Wir erklären dirmögliche Gründe für das Bellkonzert deines Vierbeiners. Und zeigen dir wie du deinem Hund Bellen abgewöhnen kannst. Dafür haben wir in diesem Artikel viele Infos und Tipps für dich. Viel Spaß beim Lesen!

Was ist Bellen eigentlich? 

Hunde nutzen das Bellen als Lautäußerung vor allem zur Kommunikation. Es dient dem Ausdruck von positiven wie negativen Gefühlen, zum Beispiel Freude, Aufregung, Angst oder Wut. Aus diesem Grund ist es nicht sinnvoll, vollständig deinem Hund das Bellen abzugewöhnen. Das Hundebellen ist außerdem ein entscheidendes Merkmal, das den Hund vom Wolf unterscheidet. Wölfe bellen nur selten und der Klang unterscheidet sich deutlich von der Lautäußerung des Hundes. Wie bellfreudig ein Hund ist, hängt von vielen Faktoren ab: Genetik, Sozialisierung, Erfahrungen, individuelle Veranlagung. Manche Hunde nutzen dieses Kommunikationsmittel sehr häufig, um sich mitzuteilen, andere neigen von Natur aus weniger zum Bellen. Zu den eher bellfreudigen Hunden gehören Wachhunde und Jagdhunde, die durch das Bellen dem Jäger das Wild anzeigen, aber auch Dackel und Terrier.

Das Training mit dem du deinem Hund das Bellen abgewöhnen kannst, ist abhängig von der Ursache des Bellens.
Auf die Frage wieso dein Hund bellt gibt es viele unterschiedliche Antworten.

Wieso bellt mein Hund?

Zunächst gilt: Wenn dein Hund bellt, hat er in der Regel einen Grund dafür. Viele Hunde bellen beispielsweise vor Aufregung oder aus Unsicherheit. Es ist eher selten, dass ein Hund ständig und vermeintlich unkontrolliert ohne Grund bellt. Die Ursache für das Bellen herauszufinden, ist jedoch in jeder Situation wichtig – nur wenn du den Auslöser kennst, kannst du den Umgang mit deinem bellenden Hund der Situation anpassen. Außerdem kannst du nur so dein Training sinnvoll aufbauen, um langfristig deinem Hund Bellen abgewöhnen zu können oder es zumindest zu reduzieren. Folgende Punkte könnten die Ursache für das Bellen sein:

Hundegebell aufgrund von Langeweile

Wird dein Hund sowohl geistig als auch körperlich zu wenig beschäftigt, entstehen daraus meist unerwünschte Verhaltensweisen. Manche Hunde zerstören Möbel oder andere Gegenstände, andere entwickeln sich zu Dauerkläffern. Hier hilft zum Abgewöhnen des Bellens nur die richtige Auslastung deines Hundes, die jedoch an den Vierbeiner angepasst sein sollte. Neigt dein Hund sowieso schon zu übermäßigem Bellen, könnte ein actionreicher Sport wie Agility zu noch mehr Aufregung führen. Um deinem Hund das Bellen abzugewöhnen, wären hier eher Beschäftigungsformen geeignet, bei denen Geduld und Konzentration gefordert sind. Geistige und körperliche Auslastung, angepasst an die individuellen Bedürfnisse des Hundes, gehören stets zu einer artgerechten Hundehaltung dazu. 

Bellen aus Unsicherheit

Ist ein Hund unsicher, wird Bellen oft zur Distanzvergrößerung eingesetzt – der Hund bellt ein Objekt, andere Hunde oder einen Menschen an, um dadurch Abstand zwischen ihm und der Quelle seiner Unsicherheit zu erzeugen. Grundsätzlich gilt: Je tiefer das Bellen von der Tonlage ist, desto eher möchte dein Hund die Distanz zu dem Objekt oder Menschen wahren bzw. vergrößern. Oft spielt hier auch mangelndes Vertrauen in den/die Besitzer*in eine Rolle. Dementsprechend kann es förderlich sein, wenn du die Bindung zu deinem Hund stärkst und er lernt, dass er sich auch in unheimlichen Situationen auf dich verlassen kann. Hier ist das primäre Trainingsziel dann nicht dem Hund das Bellen abzugewöhnen, sondern der Aufbau von Vertrauen. Unter Umständen löst sich dann das unerwünschte Bell-Verhalten von ganz alleine.

Hunden das Bellen aus Aufmerksamkeit abzugewöhnen erfordert Geduld.
Einige Hunde bellen mit dem Ziel, die Aufmerksamkeit des Menschen zu erregen.

Bellen mit dem Ziel von Aufmerksamkeitserregung

Bellt dein Hund, weil er Aufmerksamkeit möchte, solltest du auf keinen Fall darauf eingehen. Hat er erstmal Erfolg mit seinem Verhalten, wird er das in den unterschiedlichsten Situationen nutzen und dich immer wieder anbellen, bis er bekommt was er möchte. Dieses Bellen ist dann meist höher in der Tonlage und die Frequenz des Bellens spiegelt den Grad der Erregung wieder. Nicht selten haben Hunde, die aus diesem Grund bellen, eine geringe Frustrationstoleranz und haben nicht gelernt, zu warten.

Bellen aufgrund von Verlustangst/Einsamkeit

Viele Hunde können nur schlecht allein bleiben und haben im schlimmsten Fall sogar Angst, verlassen zu werden. Einsamkeit kann folglich also auch ein Grund sein warum dein Hund bellt, wenn er alleine ist. Das kann entweder durch schlechte Erfahrungen entstehen oder weil das Training vernachlässigt wurde. Es ist wichtig, bereits im Welpenalter damit zu starten, sodass der Hund später entspannt allein bleiben kann. Ein früher Trainingsbeginn zahlt sich hier nachhaltig für dich und deinen Hund aus. Dein Vierbeiner hat weniger Stress, wenn er alleine ist und du kommst gar nicht erst in die Situation, wo du deinem Hund Bellen abgewöhnen musst.

Hinweis: Einige Tipps und einen Trainingsplan zum alleine lassen findest du übrigens in diesem Artikel.

Bellen als Warnzeichen

Hunde können auch Bellen, um uns Menschen vor einer potenziellen Gefahr zu warnen. Meistens beginnen die Hunde dann mit einem sog. “Warnwuffen”. Das ist noch kein richtiges Bellen, sondern eher ein Aufpusten der Lefzen bei geschlossenem Maul. Ignorierst du als Mensch dies, wird dein Hund sein Verhalten dann zu einem wirklichen Bellen steigern. 

Im Training solltest du in diesem Fall besonders darauf achten, dass dein Hund wenig Entscheidungen alleine trifft. Meint dein Hund, er muss dich vor etwas warnen, dann nur weil er sich für dich verantwortlich fühlt. Nimm ihm diese ab, indem du die Entscheidungen triffst und es wird dir helfen deinem Hund Bellen abgewöhnen zu können.

Hundegebell infolge einer Krankheit

In seltenen Fällen kann hinter dem Dauergebell auch ein psychisches oder körperliches Problem stecken. Vor allem wenn dein Hund normalerweise nicht viel bellt, solltest du deinen Vierbeiner tierärztlich untersuchen lassen, um eine Erkrankung auszuschließen.

Tipp: Bei jeder Krankheit gilt, je früher man sie erkennt und behandelt desto besser. Wenn du mehr über Hundekrankheiten wissen möchtest, schau doch mal in diesen Artikel. Dort haben wir eine Übersicht über 16 häufige Hundeerkrankungen für dich.

Frage dich also immer, aus welchem Grund dein Hund gerade bellen könnte. Auch wenn du auf ein Bellen zur Aufmerksamkeitserregung nicht eingehen solltest, darfst du das Bellen an sich als Kommunikationsmittel nicht ignorieren. Dein Vierbeiner möchte dir schließlich in den meisten Fällen etwas mitteilen. Erst wenn du weißt, warum er das Verhalten zeigt, kannst du deinem Hund Bellen abgewöhnen, seine Gesundheit checken lassen oder die entsprechenden Situationen so trainieren, dass sie entspannt ablaufen.  

Damit du deinem Hund das Bellen abgewöhnen kannst, solltest du auch auf dein Verhalten achten.
Hier findest du unsere Tipps wie du dich verhalten solltest, wenn dein Hund bellt.

Wie sollte ich mich verhalten, wenn mein Hund bellt?

Schreie deinen bellenden Hund auf keinen Fall an, werde nicht grob und sperre ihn auch nicht weg. Schimpfen wird einen unsicheren Hund weiter verängstigen und bei aufgeregten Hunden das Bellen nur weiter befeuern, weil der Hund das Gefühl hat, dass der Mensch mitmacht. Bleibe stattdessen ruhig, gelassen und ignoriere oder korrigiere sein Verhalten. Gerade bei unsicheren Hunden ist es wichtig, dass du souverän bist. So kannst du ihm Sicherheit vermitteln. Je nachdem aus welchem Grund dein Hund gerade bellt, sollte der Umgang auf die jeweilige Situation angepasst werden.

Um entsprechend reagieren zu können, ist es also essentiell, die Ursache für das Bellen zu finden. Die obenstehenden Punkte können dir dabei helfen, den Ursprung zu identifizieren und vorbeugend auf die Bedürfnisse deines Hundes einzugehen, bevor es zu einem Kläffkonzert kommt, und deine Reaktion auf das Gebell anzupassen. Nur so kannst du nachhaltig deinem Hund das Bellen abgewöhnen.

Da es in verschiedenen Situationen auch mehrere Gründe geben kann, aus denen dein Hund bellt, geben wir dir jetzt noch ein paar Trainingstipps mit. Dann wird dein Training, um deinem Hund das Bellen abzugewöhnen, mit Sicherheit ein Erfolg.

Wie kann ich meinem Hund unerwünschtes Bellen abgewöhnen?

Auf keinen Fall sollten Sprüh- oder Stromhalsbänder eingesetzt werden, um deinem Hund das unerwünschte Bellen abzugewöhnen. Diese Arten von Anti-Bellhalsbändern sind nicht nur teilweise durch das deutsche Tierschutzgesetz verboten, sondern können auch die Mensch-Hund-Beziehung nachhaltig schädigen. Auch Schimpfen, Schlagen oder Treten haben in der Hundeerziehung nichts zu suchen und sind nicht zielführend, um Hunden das Bellen abzugewöhnen.

Weißt du um die Ursache des Bellens, kannst du es deinem Hund mit entsprechendem Training abgewöhnen. Bellt dein Hund zum Beispiel aus Langeweile, gilt es, ihn körperlich und geistig richtig auszulasten. Lange Spaziergänge, Such- und Apportierspiele und das Erlernen von Kunststücken können Möglichkeiten sein, um deinen Vierbeiner zu beschäftigen und ihm das Bellen abzugewöhnen. Aber auch Hundesportarten wie Agility, Obedience oder Mantrailing können für arbeitsfreudige Hunde ein guter Ausgleich sein. Bekommt dein Vierbeiner ausreichend Auslastung, stellt sich bei ihm auch mehr innere Ruhe und Ausgeglichenheit ein. Das übermäßige Bellen wird weniger und besser kontrollierbar werden. Aber Achtung: Überforderung kann ebenfalls zu Rastlosigkeit führen. Achte also darauf, das Maß an Beschäftigung an deinen Hund anzupassen. 

Tipp: Du suchst noch nach dem richtigen Hundesport für dich und deinen Vierbeiner. In unserem Hundesport-Artikel haben wir für dich eine Übersicht zusammengestellt.

Bellt dein Hund z.B. Menschen oder andere Hunde an, weil er sich unsicher fühlt oder Angst hat, ist es wichtig, ihm zu zeigen, dass du alles unter Kontrolle hast. Hierfür muss zunächst an dem Vertrauensverhältnis zwischen Hund und Mensch gearbeitet werden. Er muss merken, dass du souverän und ruhig bleibst, auch wenn die Situation für ihn bedrohlich erscheint. Generell ist Sicherheit und Struktur im Alltag für ängstliche oder unsichere Hunde wichtig. Dabei können dir klare Regeln und routinierte Abläufe helfen. Sie geben deinem Hund einen sicheren Rahmen, in dem er auch neue Situationen besser einschätzen kann. 

Wann kann ich mit dem Training zum Abgewöhnen des Bellens mit meinem Hund starten?

Wenn möglich, solltest du bereits im Welpenalter deinem Hund übermäßiges Bellen abgewöhnen. Je früher du mit dem Training beginnst, desto besser. Halte es nicht erst eine Zeit lang aus. Du kannst einem Welpen bzw. einem jungen Hund schneller beibringen, dass er für erwünschtes Verhalten gelobt und für unerwünschtes Verhalten korrigiert oder ignoriert wird. Es bietet sich z.B. an, schon frühzeitig ein Stopp-Kommando fürs Bellen zu konditionieren. Unter Umständen auch in Kombination mit einem Kommando für das Bellen. Manche Hunde verstehen so besser, wann sie bellen dürfen und wann nicht. Bei einem älteren Hund wird das Abgewöhnen des Bellens unter Umständen länger dauern. Hier ist Geduld gefragt, aber dranbleiben lohnt sich!

Am besten sprichst du mit einem/einer Hundetrainer*in über deine individuelle Situation. So kannst du gezielt auf deinen Hund eingehen und eine Lösung für euch finden.

Dalmatiner
Das Anbellen anderer Hunde kannst du deinem Hund durch gezieltes Training abgewöhnen

Deinem Hund das Anbellen anderer Hunde abgewöhnen

Hunde bellen oft andere Hunde an, wenn sie sich an der Leine oder durch einen Zaun begegnen. Bei Letzterem kann Territorialverhalten die Antwort auf die Frage „Warum bellt mein Hund andere Hunde an?“ sein. In diesem Fall solltest du deinem Hund erklären, dass er z.B. den Gartenzaun gar nicht verteidigen muss. Um hier deinem Hund Bellen abgewöhnen zu können, ist es in der ersten Zeit wichtig, dass dein Hund nicht alleine im Garten gelassen wird. Gehst du mit deinem Hund in den Garten, dann gehst du zuerst raus und “sicherst” einmal den Bereich. Erst danach holst du deinen Hund zu dir. So signalisierst du ihm, dass du ihm die Verantwortung abnimmst und das Bewachen nicht seine Aufgabe ist. 

Hinweis: Je nachdem welche Hunderasse du hast, kann die Lösung auch ein Kompromiss sein. Denn eine Wachhund-Rasse wird immer ein aufmerksamer Beobachter bleiben. Der Kompromiss kann dann z.B. so aussehen, dass dein Hund anzeigen darf, wenn ihm etwas auffällt. Die Verantwortung das abzuklären oder es sich genauer anzuschauen, bleibt dann aber bei dir.

Deinem Hund das Bellen an der Leine abgewöhnen

Bellt dein Hund andere Hunde an der Leine an, ist nicht selten eine Leinenaggression der Hintergrund. Daher ist es empfehlenswert, deinen Vierbeiner nicht zu einem anderen Artgenossen zu lassen, wenn einer oder beide an der Leine sind. Als Grundlage, um in diesem Fall deinem Hund das Bellen abzugewöhnen oder es zumindest zu reduzieren, kannst du an Leinenführigkeit und Impulskontrolle arbeiten.

Auch Unsicherheit kann dazu führen, dass dein Hund andere Hunde anbellt. Gib deinem Vierbeiner daher von klein auf genügend Möglichkeiten, mit anderen Hunden in Kontakt zu treten und zu interagieren. So wird er selbstbewusster und sicherer im Umgang mit seinen Artgenossen.

Wichtig bei kleinen Hunden: Falls du einen kleinen Hund besitzt, solltest du ihn auf keinen Fall hochheben, wenn dieser andere Hunde anbellt. Es bietet sich vielleicht an und du denkst, dass du somit kontrolliert in die Situation eingreifen kannst und das Hundegebell so aufhört – oftmals bewirkt Hochheben aber genau das Gegenteil. Fühlt sich dein kleiner Hund beispielsweise von einem größeren Hund bedroht, solltest du dich idealerweise zwischen deinen Vierbeiner und den Fremdhund stellen. Damit gibst du deinem Hund Sicherheit und er lernt, dass du ihn beschützt. So kannst du ihm nicht nur das Bellen abgewöhnen, sondern stärkst auch auch noch eure Beziehung zueinander. 

Hund bellt am Zaun
Bellen beim Alleinebleiben wird meist ausgelöst durch Verlustangst oder Frust.

Deinem Hund das Bellen beim Alleinebleiben abgewöhnen

Bellt dein Hund, wenn er allein ist, gibt es vor allem zwei Möglichkeiten: Verlustangst oder aber Frust, ausgelöst durch Langeweile. Hat dein Hund nie richtig gelernt, allein zu bleiben, oder ist von eher ängstlicher Natur, können Ängste eine Rolle spielen. Ist dein Hund nicht ausreichend ausgelastet, kann sich das in Frustbellen während deiner Abwesenheit äußern. 

Deshalb solltest du bereits mit einem Welpen das Allein bleiben trainieren. Das vorrangige Trainingsziel ist dabei nicht deinem Hund das Bellen abzugewöhnen. Dein Hund sollte vielmehr lernen, sich allein Zuhause entspannen zu können, damit das eine vollkommen normale und alltägliche Sache für ihn wird. Auch erwachsenen Hunden kannst du das Alleinbleiben noch erfolgreich beibringen. 

Hinweis: Bedenke jedoch, dass du deinen Hund anfangs für Wochen oder Monate nicht wirklich allein lassen kannst, wenn ihr euch noch mitten im Training befindet. Das könnte ansonsten zu einem großen Rückschritt führen. Für solche Situationen solltest du deinen Plan haben, beispielsweise kannst du einen/eine Hundesitter*in engagieren. Es kann dauern, bis dein Hund über längere Zeit souverän allein bleiben kann, ohne deine Nachbarn durch Bellen zu terrorisieren und dabei selbst gestresst zu sein. Welpen solltest du allgemein nicht zu lange alleine lassen, da sie sehr regelmäßig nach draußen müssen, um ihre Geschäfte zu verrichten. 

Hat dein Hund sehr starke Verlustängste oder gar traumatische Erfahrungen gemacht, solltest du dich an eine qualifizierte Person wenden, um dieses Problem anzugehen.

Hund das anbellen von Menschen abgewöhnen.
Bellt dein Hund Menschen an, kann das verschiedene Ursachen haben.

Deinem Hund das Anbellen von Menschen abgewöhnen

Dein Hund bellt Menschen an? Gründe für das Anbellen von Besuchern oder Menschen im Allgemeinen können vielfältig sein: Ein ausgeprägtes Territorialverhalten, Misstrauen, Angst, Unsicherheit um nur einige zu nennen. Hierbei hilft gezieltes Training, das vor allem in besonders schwierigen Fällen professionell begleitet werden sollte. 

Viele kennen z.B. die Situation an der Haustür. Es klingelt und der Hund springt mit lautem Gebell auf. Nicht nur für dich ist das dann stressig, sondern meistens auch für deinen Hund. Rennt er aufgrund von Aufregung los, darf er lernen entspannt Besucher zu empfangen. Bellt dein Hund die zu Besuch kommenden Menschen aus Unsicherheit an, wird er dir dankbar sein, wenn du es schaffst ihm die nötige Sicherheit zu vermitteln. Und falls das Bellen territorial motiviert ist, lösen sich vielleicht zusätzlich weitere Probleme, wenn du ihm erklären kannst, dass die Verteidigung des Hauses gar nicht seine Aufgabe ist. Eine Trainingsmöglichkeit mit der du deinem Hund das Bellen abgewöhnen kannst, wäre hier die Hundedecke als Ruheort für deinen Hund zu etablieren.

Tipp: Wenn dein Hund territorial motiviert Menschen anbellt, sollte sein Körbchen oder seine Decke nicht direkt an der Haustür oder der Gartentür sein. Damit überträgst du ihm indirekt die Verantwortung aufzupassen. Um deinem Hund das Bellen abzugewöhnen, lege es lieber an einen ruhigen Platz in der Nähe von dem Ort, wo du dich viel aufhältst.

Bellt dein Hund Menschen bei einem Spaziergang an, kannst du auch daran arbeiten. Hier solltest du das Bellen unterbinden, da er sonst lernt, dass die entgegenkommenden Personen durch sein Verhalten verschwinden – das Bellen verstärkt sich, denn dein Hund hat Erfolg damit. Er weiß ja nicht, dass die Personen ohnehin einfach an ihm vorbeigegangen wären. Begegnungen solltest du gezielt trainieren, wenn dein Hund dazu tendiert, andere Menschen anzubellen.

Wann und wie lange darf mein Hund bellen?

Ein ständig bellender Hund ist sowohl für dich, als auch für deine Nachbarn nicht schön und Nachbarschaftsstreitigkeiten möchte niemand. Deshalb solltest du dem Verhalten deines Hundes frühestmöglich auf den Grund gehen. Je früher du das Training beginnst, desto schneller kannst du deinem Hund das Bellen abgewöhnen und so Konflikte vermeiden.

Laut Gerichtsurteilen darf ein Hund in der Regel nur für 30 Minuten pro Tag und für maximal zehn Minuten am Stück bellen. Da es sich dabei aber immer um Einzelfallentscheidungen handelt, kann es zu Abweichungen darüber kommen, wie lange dein Hund wirklich bellen darf. Während der Ruhezeiten ist Bellen oft gänzlich verboten. Ruhezeiten sind auf Gemeindeebene geregelt. Typische Zeiten sind zwischen 13 und 15 Uhr, nachts zwischen 22 und 6 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen. 

Natürlich wird ein bisschen Hundegebell nicht sofort zu Problemen führen. Dennoch solltest du die Regelungen bzgl. wann und wie lange dein Hund bellen darf im Hinterkopf behalten und die Geduld der Nachbarn nicht zu sehr strapazieren. Warne sie gegebenenfalls vor, wenn du zum Beispiel das Allein sein trainierst, und es zu vermehrtem Bellen kommen kann.

Kann ich angezeigt werden, wenn mein Hund länger bellt?

Bellt dein Hund ständig, kann das als Lärmbelästigung aufgefasst werden. Nachbarn, die sich gestört fühlen, können sich an das Ordnungsamt wenden oder auch die Polizei rufen. Wird die Störung durch das Bellen als unzumutbar wahrgenommen, kann es entsprechend zur Anzeige und zu weiteren Sanktionen gegen den/die Hundehalter*in kommen. Dazu zählen unter anderem Bußgelder.

Sollte dein Vierbeiner also zum Bellen neigen, lohnt es sich vorzusorgen. Mittels konsequentem Training kannst du deinem Hund Bellen abgewöhnen.

Beim Bernhardiner braucht es eher weniger Training zum abgewöhnen des Bellens.
Einige Hunderassen bellen tendenziell weniger als andere.

Welche Hunderasse bellt nicht viel?

Wenn du auf Nummer sicher gehen und dich für einen Hund entscheiden möchtest, der von Natur aus eher wenig bellt, hast du einige Rassen zur Auswahl. Hier stellen wir dir ein paar davon vor: 

  • Retriever: Diese Rassen wurden für die Jagd gezüchtet und werden dort heute auch noch oft eingesetzt. Ihre Aufgabe ist das Apportieren von totem Wild – dementsprechend müssen sie in der Lage sein, lange Zeit ruhig zu warten, bevor sie die Beute holen dürfen. Sie sind grundsätzlich sehr ruhige Hunde und bellen nicht viel. 
  • Doggen: Die imposanten Riesen sind freundlich, entspannt und schwer aus der Ruhe zu bringen. Doggen bellen meist sehr selten und wenn es doch mal passiert, hat es oft einen berechtigten Grund.
  • Bernhardiner: Die massigen Schweizer sind hilfsbereit, gutmütig und können in der Regel gut mit Kindern umgehen. Außerdem sind sie sehr ausgeglichen.
  • Akita Inu: Japanische Akitas gelten als ruhig und intelligent, sind aber auch dickköpfig und unabhängig. Sie sind deswegen keine Anfängerhunde. Für einen Akita Inu solltest du bereits Hundeerfahrung mitbringen. 
  • Greyhound: Diese sehr eleganten Tiere gelten als die schnellsten Hunde der Welt. Werden sie artgerecht gehalten und bekommen genug sportliche Beschäftigung, sind sie eher zurückhaltende Hunde, die selten bellen.

Wenn du dir unsicher bist, welche Rasse für dich und deine Lebensumstände geeignet ist, kannst du dir in diesem Artikel einen Überblick über die verschiedenen Rassen verschaffen. Lass dich am besten aber zusätzlich vor dem Kauf noch von einer qualifizierten Person beraten. 

Wir wünschen dir viel Spaß und Erfolg mit deinem Liebling!

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