Welpenerziehung: Tipps für den perfekten Start

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Wenn ein Hundewelpe in sein neues Zuhause einzieht, erobert er im Sturm die Herzen seiner Besitzer. Damit die Hunde-Mensch-Beziehung gesund wachsen kann, ist konsequentes Training wichtig. Bereits ab dem ersten Tag beginnt die Welpenerziehung. Das hilft deinem Hund, sich mit den neuen Strukturen und Regeln in seinem neuen Heim vertraut zu machen. Außerdem geben ihm Grenzen Sicherheit und er fühlt sich geborgen. Damit es bei dir und deinem Welpen von Anfang an klappt, erfährst du hier alles Wichtige zur Welpenerziehung. Neben der guten Vorbereitung mit einer gewissen Grundausstattung wie Geschirr, Hundebettchen und Co. bedarf es für die Erziehung eines Welpen etwas mehr Know-how. Wie du Liebe und Konsequenz vereinen und welche Tipps Hundeexpert*innen auf Lager haben? Wir verraten es dir.

Warum ist es so wichtig, einen Welpen zu erziehen?

Klein und tapsig erkundet ein Welpe seine Welt. Springt er an jemandem hoch oder nagt an den Händen, finden das viele Menschen niedlich. Jedoch wird aus jedem noch so drolligen Hundebaby ein erwachsener Hund. Anspringen, Bellen, Futter mopsen oder in die Hände beißen ist dann alles andere als lustig. Du als Hundebesitzer*in möchtest natürlich von Anfang an alles richtig machen. Daher ist es wichtig, deinem Welpen gleich zu Beginn Regeln und Struktur zu geben.

Grundlagen der Welpenerziehung

Liebe, Zuneigung und klare Grenzen – das sind die perfekten Zutaten für ein friedliches und stressfreies Zusammenleben mit einem Hund. Damit das funktioniert, benötigst du Geduld und dein Welpe genug Ruhephasen zwischen den Trainingseinheiten. Aller Anfang ist schwer, auch wenn was nicht auf Anhieb klappt: Gib nicht auf. Denn bis ein junger Hund etwas verinnerlicht hat, benötigt er mehrere tausend Wiederholungen. Gepaart mit Belohnungen im richtigen Moment lernt der Welpe langfristig deine Regeln kennen und akzeptiert diese. Dabei ist auch der Tonfall entscheidend. Du solltest deinen Hund, egal welchen Alters, niemals anschreien. Ruhig und bestimmt ist die richtige Melodie. Außerdem benötigen Welpen genügend Schlaf. Dabei verarbeiten und verankern sie das Gelernte. Nur ein ausgeschlafener Junghund ist bereit zum Lernen. Plane also lieber mehrere kurze Trainingseinheiten als ein oder zwei lange in eure Routine ein. Denn Hundewelpen sind schneller erschöpft als ausgewachsene Hunde. Beende jede Trainingseinheit, bevor dein Welpe ermüdet ist. Schließe außerdem jedes Training mit einer Übung ab, die dein Schützling beherrscht. So verknüpft dein Hund die Trainingseinheiten mit einem positiven Erlebnis.

Ein Welpe schläft auf einer Decke.
Welpenerziehung braucht Zeit. Auch ausreichende Ruhephasen sind wichtig und sollten unbedingt eingehalten werden.

Wie lange dauert die Welpenerziehung?

Wer mehr Zeit in die Welpenerziehung investiert, erreicht schneller, dass sein Hund die Grundkommandos beherrscht. Nimm dir für die Erziehung deines Welpen nach seinem Einzug also genügend Zeit. Sei auch nicht frustriert, wenn dein Welpe etwas länger braucht, um zu verstehen, was du von ihm möchtest. Schließlich ist das ja der Beginn eurer Beziehung. Genau wie du deinen Welpen muss dein Welpe dich und deine Körpersprache erst einmal kennenlernen. Ein Hund gilt übrigens – je nach Rasse – bis zur 16. bis 20. Lebenswoche als Welpe. Danach wird er als Junghund bezeichnet. Nach wie vor sind regelmäßiges Training und liebevolle Erziehung nötig.

Was dein Welpe lernen sollte & wie du es ihm beibringst

Ein junger Hund muss einiges lernen. Die Welpenerziehung der ersten Tage steht unter dem Motto „Namen lernen“ und „Vertrauen fassen“. Außerdem ist die Stubenreinheit ab Tag eins wichtiger Programmpunkt bei dem Welpen Erziehungsplan. Es folgen wichtige Einheiten wie „Welpe an die Leine gewöhnen“ und „Beißhemmung aufbauen“. Zudem ist es essenziell, dass dein neues Familienmitglied erste Grundkommandos lernt. Das hört sich viel an? Keine Sorge, mit unseren Tipps zur Welpenerziehung erfährst du, worauf es ankommt.

Stubenreinheit

Die meisten Welpen sind noch nicht stubenrein, wenn sie in ihr neues Zuhause einziehen. Jedoch ist für die meisten Hundebesitzer*innen eine der wichtigsten Fragen: Wie schaffe ich es, meinen Welpen stubenrein zu bekommen? Die Antwort: Gehe möglichst alle zwei bis drei Stunden mit deinem Welpen vor die Tür. Finde einen Ort, an dem er in Ruhe sein Geschäft verrichten kann. Lobe ihn, wenn er es geschafft hat. Am Anfang reicht es oft und kurz rauszugehen. Lange Spaziergänge über 15 Minuten überfordern Welpen. Wünschst du dir Unterstützung bei dem Training zur Stubenreinheit? Dann sieh dir unseren Online Kurs „Welpe erste Tage“ an. Hier erfährst du, wie dein Welpe schnell stubenrein wird. Außerdem enthält der Kurs wertvolle Informationen zur Fütterung und wie du mit deinem Neuankömmling stressfrei durch die ersten Nächte kommst.

Der Rückruf als Bestandteil der Welpenerziehung

Zu einem perfekten Mensch-Hund-Team gehört es, dass dein Hund in jeder Situation auf deinen Rückruf reagiert. Das schützt ihn vor Gefahren. Außerdem kann ein Hund, der den Rückruf perfekt beherrscht, bedenkenlos an dafür ausgewiesenen Plätzen ohne Leine geführt werden. Eine Win-Win-Situation für euch beide. Damit es mit dem Kommen-auf-Zuruf klappt, bedarf es konsequentes und liebevolles Training. Beginne zunächst in den eigenen vier Wänden. Rufe deinen Hund und lobe ihn ausgiebig. Stück für Stück wird das Welpentraining erweitert. Zunächst in einer ruhigen, ihm bekannten Umgebung. Mach dir dabei den natürlichen Folgetrieb deiner jungen Fellnase zunutze. Denn die meisten Welpen folgen ihrem Besitzer von Natur aus, bis sie ungefähr 20 Wochen alt sind. Nach vielen erfolgreichen Trainingseinheiten dehnst du das Rückruftraining auf eine reizvollere Umgebung wie einen Hundepark aus. Für die nötige Sicherheit kannst du Schleppleinen verwenden.

Deinem Welpen seinen Namen beibringen

Ein wichtiger Meilenstein beim Welpenerziehen ist es, dem Hund seinen Namen beizubringen. Schließlich soll er darauf prompt reagieren. Damit das gelingt, ist es wichtig, dass du seinen Namen mit etwas Positiven verknüpfst. Das gelingt besonders gut mit Leckerlies und Lob. Ist dein Welpe gerade mit etwas beschäftigt, nimmst du unbemerkt ein paar Leckereien in die Hand. Rufe den Welpen bei seinem Namen. Kommt er zu dir, bekommt er seien Belohnung. Wiederhole das so oft wie möglich. Auch welche Feinheiten es beim Namenstraining sowie beim Füttern aus der Hand ankommt, erfährst du hier.

Impulskontrolle & Frustrationstoleranz bei Welpen

Ein weiteres großes und wichtiges Thema bei der Welpenerziehung ist Impulskontrolle und Frustrationstoleranz. Warum ist das so wichtig? Nun, einerseits schützt Impulskontrolle unter anderem davor, dass dein Schützling draußen kein gefundenes Futter aufnimmt. Schließlich kann das verdorben oder gar vergiftet sein. Außerdem hilft ihm die Frustrationstoleranz dabei, entspannt durch das Hundeleben zu gehen. Auch dann, wenn mal etwas nicht so läuft, wie sich das dein Hund wünscht. Das Ziel der Übungen ist es, dass dein Welpe lernt, sich an dir zu orientieren. Also gehe mit positivem Beispiel voran und sei beim Trainieren entspannt und gelassen.

Beißhemmung in der Welpenerziehung.
Bestimmte Übungen helfen deinem Welpen zu verstehen, dass er nicht in alles hineinbeißen darf.

Versehentliches Beißen abgewöhnen

Welpen haben sehr spitze Zähne. Mit diesen erkunden sie spielerisch alles. Jedoch musst du deinem Welpen die Beißhemmung beibringen. Das bedeutet, dass er versteht, dass er nicht in alles hineinbeißen darf. Denn beißen tut weh. Im Hunderudel bekommen Junghunde von älteren Mitgliedern sofort einen Rüffel, wenn Sie zubeißen. Beißt dein Welpe Dich beim Spielen aus Versehen in die Hand, unterbrich das Spiel sofort. Stoße gerne einen Schmerzschrei aus. Durch ein lautes „Au“ verstehen viele Hunde, dass es dem Besitzer wehtut. Bei einigen funktioniert das allerdings nicht. Ist das bei euch der Fall? Dann greife ihm sanft über den Fang und sage ein Signalwort wie „Aus“ oder „Tabu“. Dein Welpe hört nicht auf, dich beim Spielen zu beißen? Dann sieh dir unseren Online Kurs zum Thema „Erziehung und Beschäftigung“ an. Hier lernst du außerdem mehr über Beutetausch, Boxentraining und Geduldstraining beim Welpen.

Sitz, Platz, Bleib – die gängigsten Kommandos für junge Hunde

Nun hat dein Welpe schon die ersten wichtigen Regeln seiner neuen Familie gelernt. Jetzt folgt im Welpenkurs für Anfänger die nächste Stufe: Grundkommandos erlernen. Auch diese lassen sich am besten durch positive Verstärkung trainieren. Sage das Kommando und lobe deinen Hund im richtigen Moment. Möchtest du zum Beispiel das Sitzen auf Kommando trainieren? Dann nimm ein Leckerli in die Hand. Sage klar und deutlich „Sitz“. Führe die geschlossene Hand über den Kopf deiner Fellnase. Setzt er sich hin, bekommt er das Leckerli. Wichtig dabei: Vermeide es unbedingt ein Kommando mehrmals hintereinander zu sagen. Ansonsten kann es passieren, dass dein Welpe lernt, erst nach mehrmaligem Auffordern zu reagieren.

Deinem Welpen an der Leine laufen beibringen

Du träumst von entspannten Spaziergängen mit deinem Welpen? Dann ist es wichtig, dass du ihm beibringst, an der Leine zu laufen. Was sich zunächst einfach anhört, ist kein leichtes Training. Jedoch gehört es zu jedem Welpentraining dazu. Denn nichts ist unbefriedigender, wenn der Hund an der einen und der Mensch an der anderen Seite der Leine zieht. Es ist wichtig, dass dein Hund sich an dir orientiert. Außerdem brauchst du die richtige Führungstechnik für deinen Vierbeiner. Da das nicht bei jedem Hund gleich ist, benötigen viele Hundebesitzer dabei Hilfe. Wir haben einen lehrreichen Kurs für dich erstellt. Hier lernst du die Grundlagen der Leinenführigkeit kennen und kommst dem Gassi gehen ohne Stress einen großen Schritt näher.

Alleine sein beibringen

Du hast dir für den Einzug deines Welpen Urlaub genommen? Wunderbar, so sollte es sein. Auch wenn du am liebsten die ganze freie Zeit mit ihm verbringen möchtest, denke an das Alleine-Lassen-Training. Schließlich wird irgendwann der Tag kommen, an dem dein Hund für kurze Zeit ohne dich auskommen muss. Starte damit deinen Hund auf seiner Decke Platz machen zu lassen und gehe für einen kurzen Moment aus dem Raum. Folgt dir dein Welpe, bringst du ihn wieder auf seinen Platz. Das wiederholst du immer wieder. Schließe irgendwann die Tür und nach mehreren Trainingseinheiten verlässt du die Wohnung. Verzichte auf Verabschiedungs- und Willkommenszeremonien. Auch wenn das für uns Menschen normal ist, wirkt es auf einen Hund verunsichernd. Es muss sich für ihn ganz normal anfühlen, dass du kommst und gehst. Nur so gelingt ein stressfreies Alleine bleiben.

Wie du deinen Welpen mit anderen Hunden vertraut machst

Damit dein Welpe zu einem selbstsicheren, entspannten Hund wird, ist es wichtig, ihn zu Sozialisieren. Dabei lernt er andere Hunde verschiedener Rassen und Altersstufen kennen. Hast du Freunde mit wohlerzogenen Hunden, die Welpen mögen? Perfekt, dann trefft euch und macht die Hunde miteinander bekannt. Sucht euch dabei eine geschützte Umgebung, in der beide Hunde ohne Leine laufen dürfen. Vermeide Kontakte mit anderen Hunden, wenn dein Hund angeleint ist. Ansonsten kann es passieren, dass dein später leinenführiger Hund beginnt, an der Leine zu ziehen, sobald er einen Artgenossen entdeckt. Achte bei Hundebegegnungen auf die Körperhaltung deines Schützlings und die des anderen Hundes. Leider sind nicht alle Hunde gut sozialisiert und könnten deinen Welpen verschrecken oder gar beißen. Lerne daher die Körpersprache der Hunde kennen. Außerdem hilft es den anderen Hundebesitzer zu fragen, ob gegenseitiges Beschnüffeln erwünscht ist.

Zur erfolgreichen Sozialisierung gehört es übrigens auch deinen Welpen mit anderen Tieren und Umgebungen sowie verschiedenen Fahrzeugen (Bus oder U-Bahn) vertraut zu machen. Am Anfang genügt es, sich mit dem Welpen an eine leicht befahrene Straße zu setzen. Beobachte deinen Hund: Reagiert er entspannt oder bringen ihn die vorbeifahrenden Fahrzeuge aus der Ruhe? Sollten die Reize zu stark sein, probiere ihn sanft zu beruhigen. Gelingt das nicht, probiere es an einem anderen Tag erneut. Auch hier gilt: lieber kurze, dafür wiederkehrende Trainingseinheiten. Auch das Fahren in einem Bus, in der U-Bahn oder im Auto sollte ein Welpe kennenlernen. Darüber hinaus bringst du ihm bei, dass vorbeifahrende Fahrräder oder umherrennende Kinder weder Gefahr noch Spielzeug sind.

Wie du eine starke Bindung und Vertrauen zu deinem Welpen aufbaust

Die Grundsubstanz einer jeden guten Beziehung ist Vertrauen und Bindung. Neben dem Namenstraining und gemeinsamen Stunden gibt es spezielle Übungen, die eure Bindung stärken. Dazu gehört es zum Beispiel zusammen Aufgaben zu meistern. Das kann das Laufen durch einen unbekannten Park sein. Aber auch Suchspiele und entgegengebrachte Aufmerksamkeit stärken euch als Team. Eine starke Bindung hilft deinem Hund, dir zu vertrauen. Sei es in ungewohnten Umgebungen oder gar bei der Untersuchung durch einen Tierarzt. Gemeinsam durch dick und dünn, dank starker Bindung!

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