Verständigung mit deinem Hund

Hundeerziehung – der Weg zur richtigen Verständigung zwischen dir und deinem Hund

Entspannte Spaziergänge ohne Ziehen, ein Hund, der die verschiedensten Kommandos beherrscht und mit dem das Zusammenleben einfach nur Spaß macht. Diesen Alltag wünscht man sich als Hundebesitzer mit seinem Liebling. Doch wie funktioniert eigentlich die richtige Hundeerziehung? In diesem Blogartikel erfährst du, wie du deinen Hund, egal ob Welpe oder ausgewachsen, artgerecht erziehen und dich mit ihm verständigen kannst.

Inhalt

  1. Was bringt die richtige Hundeerziehung?
  2. Wie kann ich meinen Hund richtig erziehen?
  3. Was ist wichtig bei der Hundeerziehung?
  4. Wie kommunizierst du mit deinem Hund?
  5. Die Grundlagen der Hundeerziehung
  6. Wie bekomme ich meinen Hund stubenrein?
  7. Was tun, wenn der Hund an der Leine zieht?
  8. Was ist besser für den Hund: Halsband oder Geschirr?
  9. Wie trainiere ich meinen Hund mit dem Clicker?
  10. Was sind die Grundkommandos der Hundeerziehung?
  11. Wie lernen Hunde am besten?
  12. Wie viele Tricks kann ein Hund lernen?
  13. Sitz
  14. Platz
  15. Bei Fuß
  16. Aus
  17. Bleib
  18. Was ist das richtige Timing für eine erfolgreiche Hundeerziehung?
  19. Wann fängt man an, einen Welpen zu erziehen?
  20. Wie erzieht man einen erwachsenen Hund?
  21. Fehler bei der Hundeerziehung

Was bringt die richtige Hundeerziehung?

Hunde sind Rudeltiere und von Natur aus eine Rangordnung gewöhnt. Daher ist es wichtig, deinem Liebling früh klarzumachen, dass du der Rudelführer bist. Vor allem junge Hunde werden die Rangfolge oft testen, um zu sehen, ob sie aufsteigen können. Sollte dies deinem Vierbeiner gelingen, wird die Korrektur der “Machtverhältnisse” schwierig und im schlimmsten Fall sogar gefährlich.

Wichtig ist, dass du dich nicht gewaltsam zum Rudelführer durchsetzt, sondern in der Hundeerziehung klare Regeln vorgibst und diese auch konsequent anwendest. Dadurch bekommt dein Hund die Sicherheit, sich auf dich verlassen zu können. Meist wird er auch versuchen, dir als ranghöhere Person alles recht zu machen. Das vereinfacht die Hundeerziehung.

Eine gute Erziehung deines Hundes ist außerdem wichtig für seine Sicherheit. Er sollte brav an der Leine gehen, ruhig anderen Artgenossen begegnen und sich im Straßenverkehr gut benehmen. Auch große Menschenmengen, Radfahrer, Jogger und Kinder sollten kein Problem sein.

Ist dein Vierbeiner gut erzogen, ermöglicht ihm das viele Freiheiten, die einem unerzogenen Hund verwehrt bleiben. Du kannst ihn beispielsweise an erlaubten Stellen frei laufen und herumtoben lassen, wenn der Rückruf klappt. Auch gemeinsame Ausflüge werden für dich und deinen Hund viel entspannter, wenn er auf dich hört.

Zur Hundeerziehung gehört auch das Beibringen von Tricks und das Stellen von Aufgaben, die dein Liebling lösen muss. So kannst du deinen Hund beschäftigen und ihm unterhaltsame Dinge beibringen. Zusätzlich zu den physischen Aktivitäten, sollte dein Hund auch immer geistig gefordert werden. Diese beiden Arten der Auslastung sind wichtig, um die Bedürfnisse deines Hundes zu erfüllen und seine natürlichen Fähigkeiten zu fördern. 

Natürlich sollte die Hundeerziehung dir und deiner Fellnase Spaß machen und eure Bindung stärken. Schließlich hast du deinen Vierbeiner hoffentlich viele Jahre an deiner Seite, was mit einer funktionierenden Verständigung eine große Bereicherung für euch beide ist.

Hund Belohnung

Wie kann ich meinen Hund richtig erziehen?

Wie bei uns Menschen gibt es auch bei Hunden unterschiedliche Lerntypen. Einige lernen im Spiel, andere wollen eine konkrete und sinnvolle Aufgabe und wieder andere machen alles mit, solange es ein Leckerli gibt. Finde heraus, auf welche Art deine Fellnase am besten lernt und nutze diese für deine Hundeerziehung.

Überlege dir vorab, wie viel Erfahrung du im Bereich der Hundeerziehung hast. Oft ist es sinnvoll, einen Trainer oder eine Hundeschule aufzusuchen. Bei der Hundeerziehung für Anfänger sollte, wenn möglich, zusätzlich ein Trainer hinzugezogen werden.

Was ist wichtig bei der Hundeerziehung?

Einige Dinge solltest du bei jedem Hund beachten, damit die Hundeerziehung ohne Stress abläuft und funktioniert.

1. Liebevolle Konsequenz

Nur wenn du konsequent deine aufgestellten Regeln einhältst, kann die Hundeerziehung funktionieren. Ausnahmen sollten nicht zugelassen werden, da sie deinen Hund verwirren und er die Regeln sonst nicht mehr ernst nimmt. Wenn du deine Fellnase zum zehnten Mal hintereinander korrigieren musst, kann das zwar anstrengend sein, nachgeben solltest du aber trotzdem nicht. Vergiss nicht, dass dein Hund anfangs noch nicht weiß, was er darf und was nicht. Bleibe also immer ruhig, geduldig und bestrafe deinen Hund auf keinen Fall, wenn mal etwas nicht klappt. 

2. Körpersprache

Nicht nur dein Hund sollte sein Verhalten anpassen, sondern auch du. Dein Vierbeiner wird in der Hundeerziehung auch auf deine Körpersprache als Mittel der Kommunikation achten. Tritt selbstbewusst auf und vermittle damit, dass du in der Lage bist, der Rudelführer zu sein. Wirkst du unsicher, merkt dein Hund das und wird womöglich nicht mehr auf dich hören.

Achte darauf, in der Hundeerziehung für Kommandos immer die gleichen Handzeichen zu nutzen. Wichtig ist auch, dass alle Personen in einem Haushalt dieselben Erziehungsregeln, Begrifflichkeiten und Handzeichen anwenden, um den Hund nicht zu verwirren. Sprecht euch am besten zuvor ab oder macht euch eine Liste mit allen Regeln und Kommandos. Diese solltest du auch Besuchern mitteilen, bevor sie deinem Hund begegnen. 

3. Klare Kommandos

Benutze bei der Erziehung deines Hundes klare und eindeutige verbale Kommandos. Diese sollten nicht zu lange sein und sich deutlich voneinander unterscheiden. Es ist empfehlenswert, keine Begriffe zu nehmen, die du im Alltag häufig verwendest. Das könnte deinen Hund verwirren und dazu führen, dass er das Kommando irgendwann ignoriert. Ähnlich klingende Wörter wie beispielsweise “fein” und “nein” sollten ebenfalls vermieden werden. Auch hier ist es wichtig, konsequent zu sein. Nutze ein bestimmtes Wort nur für ein Kommando. 

Wiederhole Kommandos nicht zu oft hintereinander. Diese werden sonst von deinem Hund irgendwann ignoriert. Es kann auch passieren, dass Aktivitäten sofort beendet werden, sobald du das zugehörige Kommando nicht mehr ständig sagst. Sollte dein Vierbeiner beim ersten Mal nicht auf den Befehl hören, mache ihn stattdessen auf dich aufmerksam und versuche es nochmal.

Achte außerdem auf den richtigen Tonfall, da Hunde anhand von ihm und der Melodie eines Wortes, dieses verstehen. Dein Tonfall sollte selbstbewusst, aber nicht zu streng sein.

4. Der richtige Zeitpunkt

Timing ist ein großer Punkt bei der Hundeerziehung. Dieses ist zum einen beim Lob wichtig. Macht dein Hund etwas richtig, sollte das Lob innerhalb von Sekunden stattfinden. Kommt es erst Minuten später, kann dein Hund das Ereignis nicht mehr mit dem Lob verknüpfen.

Versuche den richtigen Zeitpunkt für das Training zu finden. Ist dein Hund zu aufgedreht, kann er sich womöglich schlecht auf deine Kommandos konzentrieren. Ist dein Vierbeiner zu müde, sollte ebenfalls kein Training erzwungen werden. Achte auf das Verhalten deines Hundes und finde heraus, wann er am aufnahmefähigsten ist.

5. Geduld

Erwarte nicht zu schnell zu viel von deinem Hund und lasse dich nicht frustrieren. Es ist ganz normal, dass es manchmal so scheint, als hätte er alles vergessen, was du ihm beigebracht hast. Bleib geduldig, vielleicht musst du in der Hundeerziehung nochmal einen Schritt zurückgehen oder dein Hund hat einfach einen schlechten Tag.

Wie kommunizierst du mit deinem Hund?

Ein sehr wichtiges Thema bei der Hundeerziehung ist die Kommunikation. Dein Hund muss dich verstehen, damit er die von dir geforderten Dinge tun kann. Dabei sind alle oben genannten Punkte wichtig. Ein konsequentes Durchsetzen der Regeln, die richtige Körpersprache, kombiniert mit klaren, kurzen Kommandos in einer passenden Stimmlage und das richtige Timing.

Achte auch darauf, deinem Hund keine zu langen Sätze als Kommando zu geben. Er versteht unsere Sprache nicht und wird dich womöglich irgendwann ignorieren, wenn du ständig zu ihm sprichst. Ein klares Wort mit einer passenden Geste ist völlig ausreichend.

Hund gibt Pfote

Die Grundlagen der Hundeerziehung

Die Hundeerziehung umfasst sehr viele Bereiche, weshalb hier nur ein kleiner Teil angesprochen wird. Weitere Probleme und deren Lösungen, werden in anderen Artikeln behandelt.

Wie bekomme ich meinen Hund stubenrein?

Den Hund durch die richtige Hundeerziehung stubenrein bekommen – ein Thema das vor allem Welpenbesitzer beschäftigt und so manchen Nerv rauben kann.

Die Stubenreinheit kann bereits ab dem ersten Tag mit deinem Welpen trainiert werden. Beobachte genau, wann er beginnt, nervös zu werden oder auffällig viel am Boden schnüffelt. Vorsorglich kannst du alle ein bis zwei Stunden mit deinem kleinen Vierbeiner nach draußen gehen. Vor allem nach dem Fressen, Schlafen und Spielen sollte dies passieren. Mit der Zeit bekommst du ein Gefühl dafür, wie oft sich dein Welpe tags und nachts erleichtern muss.

Lobe ihn, wenn er sein Geschäft draußen verrichtet hat, aber sei auch nicht böse, wenn es mal drinnen passiert. Dein Welpe weiß schließlich noch nicht, dass der Teppich kein Hundeklo ist. Empfehlenswert ist in so einem Fall ein ungiftiges, geruchsneutralisierendes Spray, mit dem du die Stelle einsprühst. So riecht dein Hund sein Missgeschick nicht mehr und kommt gar nicht erst auf die Idee, dass man diese Stelle wieder benutzen könnte. 

Den Hund mit der Schnauze in sein Missgeschick zu drücken ist übrigens nicht nur veraltet, sondern auch vollkommen unangebracht. Dein Welpe wird diese Bestrafung nicht verstehen und will schlimmstenfalls auch draußen gar nicht mehr machen, wenn du daneben stehst. Ignoriere die Bescherung und trage deinen Hund ruhig zu der Stelle, an der er sich eigentlich lösen soll. Benutzt er diese, lobe ihn ausgiebig. Bis dein Hund verstanden hat, dass er sich nur an bestimmten Stellen lösen darf, kann es unterschiedlich lange dauern. Verzweifle also nicht und begegne der Situation immer ruhig und gelassen. 

Welpen stubenrein bekommen

Was tun, wenn der Hund an der Leine zieht?

Ein wichtiges Thema in der Hundeerziehung ist auch die Leinenführung. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, deinem Hund das Ziehen an der Leine abzugewöhnen. Dabei ist es wichtig, dass du immer sofort reagierst, sobald dein Vierbeiner zieht. Wenn du zu langsam bist, erkennt dein Hund keinen Zusammenhang mehr zwischen seinem Verhalten und deiner Reaktion.

Eine Methode ist das Stehenbleiben. Sobald du ein Ziehen an der Leine bemerkst, bleibst du stehen. Geh so lange nicht mehr weiter, bis dein Hund nicht mehr zieht und die Leine locker wird. Sobald das geschehen ist, kannst du ihn loben und anschließend weitergehen.

Eine weitere Methode ist der Richtungswechsel. Diesen kannst du anwenden, wenn dein Hund die erste Methode ignoriert und auch im Stand weiter an der Leine zieht. Passiert das, drehst du einfach um und gehst in die entgegengesetzte Richtung weiter. Läuft dein Hund in dieser Richtung brav und ohne zu ziehen neben dir, lobst du ihn. Anschließend kannst du wenden und in die Ausgangsrichtung weitergehen. Mit der Zeit wird dein Hund merken, dass er durch das Ziehen nicht schneller vorwärtskommt, sondern das Gegenteil bewirkt.

Du kannst beide Methoden in deine Hundeerziehung einbauen. Achte jedoch darauf, nicht zu ruckartig stehen zu bleiben oder umzudrehen, um deinen Hund nicht zu verletzen. Denke auch daran, immer schnell und konsequent zu handeln, sobald er an der Leine zieht.

Zum Thema Leinenführigkeit bei Hunden findest du einen eigenen Artikel auf unserem Blog. Lies ihn dir gerne durch, wenn du mehr über das Thema erfahren und es in deine Hundeerziehung integrieren möchtest.

Was ist besser für den Hund: Halsband oder Geschirr?

Sollte deine Fellnase noch stark an der Leine ziehen, empfiehlt es sich, ein Geschirr zu benutzen. Dadurch entlastest du seine empfindliche Kehle und die Nackenwirbelsäule. Auch bei Welpen solltest du mit einem Geschirr starten, ihn jedoch auch an ein Halsband gewöhnen.

Generell ist ein Halsband nur für Hunde, die bereits locker an der Leine laufen. Auch wenn du die Leinenführigkeit trainierst, kannst du ein Halsband benutzen. Dieses sollte nicht zu schmal und an deinen Hund angepasst sein. Achte außerdem auf starke Nähte und gute Verschlüsse, vorzugsweise aus Metall. Dieselben Kriterien solltest du auch bei einem Geschirr beachten.

Im Alltag und bei der Hundeerziehung ist es empfehlenswert, eine Leine und ein Geschirr zu nutzen. Du kannst deinem Hund beides anlegen und durch die verschiedenen Positionen der Leine signalisieren, was du möchtest. Ist die Leine am Halsband befestigt, darf dein Hund nicht ziehen. Befestigst du die Leine am Geschirr, darf er locker neben dir laufen, ohne sich dauernd konzentrieren zu müssen.

Solltest du dir nicht sicher sein, welches Halsband oder Geschirr das richtige für deinen Liebling ist, lasse dich am besten von einem qualifizierten Hundetrainer individuell beraten.

Hundeerziehung an der Leine

Wie trainiere ich meinen Hund mit dem Clicker?

Das Clickertraining ist auch eine Methode, die du in der Hundeerziehung nutzen kannst. Der Hund soll dabei das Geräusch des Clickers mit einer Belohnung verbinden. Dadurch motivierst du deine Fellnase durch positive Verstärkung zu einem bestimmten Verhalten. Die Vorteile dabei sind, dass das Klickgeräusch ohne Emotionen und immer gleich klingend ist. Darüber hinaus ist es viel schneller als ein von dir gesprochenes Lob und signalisiert deinem Hund sofort, dass er etwas richtig gemacht hat.

Zunächst einmal muss dein Vierbeiner verstehen, dass er nach dem Klick eine Belohnung bekommt. Hole dir dafür einen Clicker, einen Leckerlibeutel und starte an einem Ort ohne Ablenkungen. Drücke auf den Clicker und gib deinem Hund anschließend sofort ein Leckerli. Nimm dieses aber erst nach dem Klick in deine Hand. Wiederhole die Reihenfolge Klick – Leckerli so oft wie nötig.

Wenn du testen möchtest, ob dein Hund auf den Klick konditioniert ist, klicke wenn dein Hund gerade beschäftigt und unaufmerksam ist. Reagiert er auf das Geräusch des Clickers, indem er sich aufmerksam zu dir wendet, war deine Übung erfolgreich.

Auch bei dieser Methode der Hundeerziehung gilt es, möglichst schnell zu reagieren. Drücke sofort auf den Clicker, sobald dein Hund etwas gut macht. Das kannst du auch in dein Leinentraining integrieren. Klicke und gib deinem Vierbeiner sofort danach ein Leckerli, sobald er mit lockerer Leine brav neben dir läuft.

Hundeerziehung mit Clicker

Was sind die Grundkommandos der Hundeerziehung?

Für die Sicherheit deines Hundes und ein harmonisches Zusammenleben mit ihm gibt es einige Grundkommandos. Sie bilden die Basis für eine gute Hundeerziehung. Dazu gehören die Übungen Sitz, Platz, bei Fuß, Aus und Bleib. Natürlich kannst du auch andere Wörter dafür benutzen.

Wie lernen Hunde am besten?

Bei der Hundeerziehung gibt es Tipps und Tricks, wie diese am besten funktioniert: Dein Vierbeiner lernt Kommandos am schnellsten, wenn du ihm sofort danach ein Leckerli gibst oder ihn lobst. So verknüpfst du das Kommando mit etwas Positivem, wodurch dein Hund lernt, dieses gerne auszuführen.

Suche dir einen ruhigen und ablenkungsfreien Ort für dein Training aus, wenn du mit der Hundeerziehung beginnst. So ein Ort kann beispielsweise dein Wohnzimmer sein. Beherrscht dein Hund die Kommandos, kannst du nach und nach mehr Ablenkungen, wie beispielsweise eine Straße oder andere Artgenossen, hinzufügen.

Achte darauf, dass du deinen Hund nicht überforderst. Wenn er gerade in der richtigen Stimmung ist, solltest du etwa 15 Minuten trainieren und ihm dann wieder eine Pause geben. Schließlich muss er das Gelernte auch erstmal verarbeiten. Übe lieber mehrmals am Tag für ein paar Minuten, als einmal sehr lange.

Verwende Handzeichen zusätzlich zu einem Kommando, damit es deinem Vierbeiner leichter fällt, dich zu verstehen. Dadurch merkt sich dein Hund die Übung besser und du hast die Möglichkeit, auch mal ohne Stimme mit ihm zu trainieren.

Wie viele Tricks kann ein Hund lernen?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal für alle Hunde beantworten. Einige Vierbeiner haben nicht an jeder Übung Freude oder können sie aufgrund ihrer Größe oder ihres Gewichts nicht ausführen. Übe jeden Trick langsam ein und achte darauf, ob dein Hund Gefallen daran findet.

Sitz

Dieses Kommando ist eines der einfachsten in der Hundeerziehung. Halte ein Leckerli über den Kopf deines Hundes und führe deine Hand etwas nach hinten. Um das Leckerli im Auge zu behalten, wird er sich bald setzen. Füge nun das Kommando „Sitz“ hinzu, sobald sich dein Hund hinsetzt.

Sollte er versuchen zu deiner Hand zu springen, halte sie verschlossen, bis dein Vierbeiner brav sitzt.

Nach einer Weile kannst du das Sitzen etwas verlängern, indem du größere Abstände zwischen dem Kommando und der Belohnung integrierst.

Platz

Auch dieses Kommando wird in die Hundeerziehung meist sehr früh integriert. Das Ziel ist es, dass sich dein Hund komplett ablegt.

Beginne, indem du zunächst das Kommando „Sitz“ gibst und anschließend das Leckerli von seiner Nase aus langsam zu Boden führst. Dein Hund wird zunächst nur mit der Schnauze dem Häppchen folgen. Führe deine Hand langsam von seiner Nase weg nach vorne, bis er sich schließlich hinlegt. Anfangs kann es passieren, dass dein Hund wieder aufsteht, um dem Leckerli zu folgen. Gib ihm einfach nochmal den Befehl „Sitz“ und übe geduldig, bis er es verstanden hat.

Kurz bevor dein Hund liegt, sagst du den Befehl „Platz“ und gibst ihm die Belohnung. Lasse ihn vor dem Aufstehen nochmal „Sitz“ machen, um das Liegen nicht zu schnell wieder aufzulösen. Du kannst auch ein generelles Auflösewort einführen, das deinem Hund signalisiert, dass eine Übung nun vorbei ist. 

Diese Übung funktioniert am besten, wenn dein Hund vorher bereits etwas ausgelastet ist, beispielsweise nach einem Spaziergang.

Hund Platz beibringen

Bei Fuß

Das Ziel bei diesem Kommando ist es, dass dein Hund entweder auf deiner rechten oder linken Seite neben deinem Bein läuft, egal wie schnell, langsam oder kurvig du gehst. Es ist ein wichtiges Kommando in der Hundeerziehung, da es beispielsweise im Straßenverkehr für mehr Sicherheit deines Hundes sorgen kann.

Überlege dir, auf welcher Seite du deinen Hund bei dieser Übung haben möchtest und bleibe bei dieser. Beginne, indem du ein Leckerli in die Hand nimmst und ihm seine Position zeigst. Sobald er richtig neben dir steht, sagst du das Kommando „Bei Fuß“. Gehe los und behalte das Leckerli so in deiner Hand, dass dein Hund es sieht. Wenn ihr ein paar Meter weit gekommen seid, lass deinen Hund sitzen und gib ihm seine Belohnung.

Um diese Übung zu erschweren, kannst du verschiedene Gehgeschwindigkeiten, Kurven und Richtungswechsel einbauen. Versuche mit der Zeit auch, das Leckerli nicht mehr in deiner Hand zu halten, sondern beispielsweise in deine Tasche zu stecken.

Benutze anfangs immer zusätzlich eine Leine, bis dein Vierbeiner das Kommando verstanden hat. Sollte er sich ohne Leine von dir entfernen, leinst du ihn einfach ruhig wieder an und übst nochmal mit Leine.

Aus

Dieses Kommando wird in der Hundeerziehung genutzt, wenn dein Hund von einer Tätigkeit oder einer Sache ablassen soll. Hat er sich also gerade deinen Schuh geschnappt und beißt auf diesem herum, bietest du ihm ein anderes Objekt im Tausch dafür an. Halte ihm beispielsweise ein Leckerli oder sein Lieblingsspielzeug mit dem Befehl „Aus“ hin. Öffnet dein Vierbeiner seine Schnauze und lässt den Schuh los, gibst du ihm die Belohnung und lobst ihn.

Bleib

Um diese Übung zu lernen, sollte dein Hund bereits die Kommandos „Sitz“ und „Platz“ beherrschen. Gib deinem Liebling zunächst den Befehl, sich zu setzen oder sich hinzulegen. Belohne ihn, wenn er diese Übung ein paar Sekunden hält. Anschließend gibst du nach dem Kommando „Sitz“ oder „Platz“ den Befehl „Bleib“ und streckst beispielsweise deine Handfläche nach vorne. Bewege dich langsam rückwärts und wiederhole den Befehl. Belohne deinen Vierbeiner sofort, wenn er gewartet hat und dir nicht hinterhergelaufen ist. Nach und nach kannst du die Entfernung zwischen dir und deinem Hund immer größer werden lassen.

Was ist das richtige Timing für eine erfolgreiche Hundeerziehung?

Grundsätzlich kannst du jeden Hund erziehen, egal ob jung oder alt. Je nach Alter gibt es dabei jedoch unterschiedliche Dinge zu beachten. Das Wichtigste bei der Hundeerziehung ist immer genügend Geduld, Konsequenz und natürlich Spaß für dich und deinen Hund.

Wann fängt man an, einen Welpen zu erziehen?

Die Hundeerziehung eines Welpen sollte frühestmöglich starten, am besten bereits an dem Tag, an dem du ihn bekommst. Bevor du mit Kommandos beginnst, sollte er sich erstmal etwas einleben. Trotzdem ist es ratsam, ihm von Anfang an unerwünschtes Verhalten, wie das Zerbeißen von Möbeln, nicht durchgehen zu lassen.

Beachte, dass sich Welpen nur sehr kurz konzentrieren können und arbeite mit viel Geduld, Konsequenz und positiver Verstärkung. Nutze den natürlichen Spieltrieb, um deinem kleinen Vierbeiner etwas beizubringen. Empfehlenswert ist es auch, deinem Welpen möglichst früh viele neue Dinge zu zeigen. Laute Geräusche wie Autos, aber auch verschiedene Geschicklichkeitsübungen und Parcours mit Röhren, Brettern zum Balancieren und andere Herausforderungen. Dadurch lastest du deinen Welpen aus und förderst die Koordination seiner Gliedmaßen, das Muskelwachstum und sein Selbstbewusstsein. Solche Übungen sind natürlich auch für erwachsene Hunde vorteilhaft.

Besuche, wenn möglich, mit deinem Welpen eine Welpenschule. Kontakte mit anderen Vierbeinern sind sehr wichtig, um das natürliche Verhalten und die Sozialisierung zu fördern. Dabei solltest du, besonders beim ersten Mal in einer Welpenschule, darauf achten, dass dein kleiner Freund nicht sofort umgerannt wird und womöglich eine Angst vor seinen Artgenossen entwickelt.

Hundeerziehung Welpe

Wie erzieht man einen erwachsenen Hund?

Nicht jeder bekommt seinen Vierbeiner bereits als Welpe und stellt sich vielleicht die Frage, ob man einen erwachsenen Hund überhaupt noch erziehen kann. Die Antwort ist ja. Hunde lernen ihr Leben lang und können sich auch im hohen Alter noch erwünschtes oder auch unerwünschtes Verhalten aneignen. Die Hundeerziehung sollte deshalb auch bei älteren Fellnasen nicht aufhören.

Die Erziehung eines erwachsenen Hundes bringt auch Vorteile mit sich. Er ist meistens schon stubenrein und kaut nicht mehr auf allem herum. Auch das Verhalten von älteren Hunden ist oft ruhiger als bei Junghunden.

Der Nachteil ist jedoch, dass sich negative Verhaltensweisen womöglich über Jahre gefestigt haben und es dem Hund schwerfällt, sich diese abzugewöhnen. Das kann einige Zeit dauern und erfordert viel Konsequenz und Geduld. Bei starken Problemen mit dem Verhalten des Hundes, solltest du zunächst die Ursache dahinter finden. Vielleicht wurde dein Vierbeiner in der Vergangenheit schlecht behandelt und reagiert deshalb aggressiv. Hierbei ist es hilfreich, sich an einen qualifizierten Hundetrainer oder eine Hundeschule zu wenden.

Grundsätzlich spielt es bei der Hundeerziehung keine große Rolle, ob du einen Welpen oder einen unerzogenen erwachsenen Hund vor dir hast. Dennoch solltest du deine Trainingsmethode dem Alter entsprechend wählen. Erwachsene Hunde können längere Übungsphasen vertragen und brauchen oft mehr Herausforderungen und Aufgaben, um zu lernen.  

Fehler bei der Hundeerziehung

Damit die Hundeerziehung ohne Stress für dich und deinen Liebling abläuft, solltest du diese Fehler vermeiden.

Der größte Fehler ist die Gewalt. Dazu gehören unter anderem Schlagen, Treten, Schreien aber auch Strom- und Stachelhalsbänder. Dadurch wird nicht nur die Beziehung zu deinem Hund zerstört, sondern dieser schlimmstenfalls aggressiv gegenüber Menschen. Kontaktiere einen qualifizierten Hundetrainer, wenn du mit dem Verhalten deines Vierbeiners nicht zurechtkommst und Hilfe bei der Hundeerziehung brauchst.

Ein weiterer oft gemachter Fehler ist die Vermenschlichung deines Vierbeiners. Denke daran, dass ein Hund sich in deine Familie wie in ein Rudel integriert. Er braucht eine klare Rangordnung, ausreichend Auslastung, Zuneigung, Pflege und keinesfalls eine reine Zwingerhaltung. Dennoch ist er ein Tier und verhält sich auch so. Funktioniert in der Hundeerziehung mal etwas nicht, und das wird sicherlich jedem Hundebesitzer passieren, deute das nicht als Absicht oder Sturheit. Dein Vierbeiner ist vermutlich gerade einfach abgelenkt, müde oder unmotiviert. Konsequenz und Geduld sind auch hier die Schlüssel zum Erfolg.

Weitere Tipps zur Hundeerziehung, kannst du dir auf unserem Blog, von einer Hundeschule oder einem Trainer holen.

Wir wünschen dir und deinem Liebling viel Spaß und Erfolg bei der Hundeerziehung!

wedog - die Online Hundeschule

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