Welcher Hund passt zu mir

Welcher Hund passt zu mir? – So triffst du die richtige Wahl

Du wünschst dir einen Hund, aber fragst dich „Welcher Hund passt zu mir und meinen Lebensumständen?“. Diese Frage stellt sich vermutlich jeder, der sich ernsthaft für einen vierbeinigen Freund interessiert. Da du deinen Hund im besten Fall viele Jahre bei dir haben wirst, solltest du dir vor dem Kauf einige Gedanken machen. In diesem Artikel bekommst du neben einem Überblick über die verschiedenen Hunderassen auch wichtige Infos und Tipps, die dir dabei helfen, einen Hund zu finden, der zu dir passt. Viel Spaß beim Lesen!

Inhalt

  1. Wie viele Hunderassen gibt es?
  2. Welche Hunderassen kann man grundsätzlich unterscheiden?
  3. So findest du einen Hund, der zu dir passt
  4. Welcher Hund passt zu mir als Anfänger?
  5. Welcher Hund passt zu mir als Allergiker?
  6. Welcher Hund passt zu mir und meiner Familie?
  7. Welcher Hund passt gut zu Katzen?
  8. Welcher Hund passt zu mir als faule Person?
  9. Hunderassen mit wenig Jagdtrieb
  10. Hunderassen für Hundesport
  11. Hunderassen, die wenig Haare verlieren
  12. Ruhige Hunderassen
  13. Dinge, die du dir vor dem Hundekauf überlegen solltest
  14. Welches Wesen soll dein Hund haben?
  15. Wie viel Platz hast du für deinen Hund?
  16. Wie viel Erfahrung hast du in der Hundeerziehung?
  17. Wie viel Zeit hast du für deinen Hund?
  18. Wie viel Geld hast du für deinen Hund zur Verfügung?

Wie viele Hunderassen gibt es?

Diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten, da ständig neue Hunderassen und Hybride gezüchtet werden und sich diese teilweise kaum voneinander unterscheiden. Ein Hybridhund ist das Ergebnis einer Verpaarung von zwei Hunden verschiedener Rassen. Geschätzt gibt es weltweit mehr als 800 unterschiedliche Hunderassen. Der größte Hundeverband, die FCI (Fédération Cynologique Internationale), hat aktuell davon nur etwa 367 Hunderassen endgültig anerkannt.

Welche Hunderassen kann man grundsätzlich unterscheiden?

Die FCI unterteilt die anerkannten Hunderassen in folgende 10 FCI-Gruppen, die wiederum in Sektionen unterteilt sind. Diese Einteilung wurde im Juni 1987 von der FCI Generalversammlung festgelegt.

FCI-Gruppe 1: Hütehunde und Treibhunde

Hunde aus dieser Gruppe arbeiten gerne und werden häufig zum Hüten und Treiben von Vieh eingesetzt. Diese Hunde sind wachsam, intelligent, arbeitswillig, sportlich und somit auch gut für Hundesportarten geeignet. Zu dieser Gruppe gehören aktuell 43 anerkannte Rassen, darunter beispielsweise der Australian Kelpie, Deutscher Schäferhund, Border Collie, Welsh Corgi, Australian Shepherd, Australian Cattle Dog und Shetland Sheepdog.

FCI-Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer, Molosser, Schweizer Sennenhunde

Die 50 Hunderassen, die zu dieser Gruppe gehören, zeichnen sich durch ihren starken Jagd- und Schutztrieb aus. Sie haben starke Nerven, sind aufmerksam, meist bellfreudig und verteidigen ihr Revier.

Zu den Pinschern gehört beispielsweise der Zwergpinscher, der Dobermann und der Deutsche Pinscher. Die Schnauzer bestehen unter anderem aus dem Riesenschnauzer, dem Zwergschnauzer und dem Holländischen Smoushund. Die Pinscher und Schnauzer sind robuste Hunde und gute Wächter.

Zu der Sektion der Molosser gehören beispielsweise der Deutsche Boxer, die Deutsche Dogge, der Bullmastiff, der Rottweiler, der Neufundländer, der Leonberger, der Bernhardiner und der Dogo Argentino. Einige davon sind in Deutschland Listenhunde. Diese Rassen sind kräftig, groß, beschützerisch und gehören in erfahrene Hände. Sie wurden früher in Kriegen und bei der Jagd eingesetzt.

Zu den Schweizer Sennenhunden gehören der Berner Sennenhund, der Große Schweizer Sennenhund, der Appenzeller Sennenhund und der Entlebucher Sennenhund. Sie sind arbeitsfreudig und ausdauernd.

FCI-Gruppe 3: Terrier

Zu dieser Gruppe gehören aktuell 34 Hunderassen. Darunter beispielsweise der Jack Russel Terrier, der Fox Terrier, der Bullterrier, der Staffordshire Bullterrier, der Welsh Terrier und der Yorkshire Terrier.

Terrier sind meist sehr mutige Hunde, die auch dementsprechend viel Selbstbewusstsein haben. Sie gelten außerdem als frech, verspielt, verschmust, treu und anhänglich. Sie brauchen viel Beschäftigung und haben Freude daran, neue Dinge zu lernen. Früher wurden sie oft zur Dachs- oder Fuchsjagd eingesetzt.

FCI-Gruppe 4: Dachshunde

In dieser Gruppe befindet sich lediglich eine Hunderasse und zwar der Dachshund. Dieser wird auch Dackel und Teckel genannt. Dieser kleine Jagdhund ist flink, selbstbewusst, furchtlos und dickköpfig. Dennoch ist er auch sehr lernfähig und ein guter Familienhund. Das Fell der Dachshunde kann kurzhaarig, langhaarig oder rauhaarig sein.

FCI-Gruppe 5: Spitze und Hunde vom Urtyp

Zu dieser Gruppe gehören 45 Hunderassen, die sich äußerlich durch eine spitze Nase und spitze Ohren ähneln. Sie sind eigenständig, klug, arbeitsfreudig und verteidigen ihr Territorium. Sie können, je nach Rasse, für die Jagd, zum Hüten aber auch als Schlittenhunde, Wachhunde und Begleithunde eingesetzt werden. Vertreter dieser Gruppe sind beispielsweise der Siberian Husky, der Westsibirische Laika, der Islandhund, der Zwergspitz, der Chow Chow, der Akita Inu, der Shiba Inu, der Basenji und der Thailand-Ridgeback.

Shiba Inu

FCI-Gruppe 6: Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen

In diese Gruppe gehören insgesamt 69 Rassen, die alle das natürliche Bedürfnis haben zu arbeiten und zu jagen. Zu den Laufhunden gehören beispielsweise der Beagle, der Basset Hound, der Bluthund und die Deutsche Bracke. Die Laufhunde wurden ursprünglich mit auf die Jagd genommen, um in der Meute Großwild zu hetzen.

Die Aufgabe der Schweißhunde ist es, das verletzte Wild aufzustöbern und zu verfolgen. Zu ihnen gehören der Bayerische Gebirgsschweißhund, der Hannoversche Schweißhund und die Alpenländische Dachsbracke.

Zu den Verwandten Rassen werden der Dalmatiner und der Rhodesian Ridgeback gezählt. Sie sind heute keine Jagdhunde mehr, sondern tolle Familien- und Begleithunde. Dennoch ist bei den ursprünglichen Jagdhunden der Jagdtrieb noch mehr oder weniger stark vorhanden. Zum Thema Jagdtrieb beim Hund, findest du auf unserem Blog einen eigenen Artikel.

FCI-Gruppe 7: Vorstehhunde

Zu den 36 Hunderassen in dieser Gruppe gehören beispielsweise der Weimaraner, Münsterländer, Deutsch Langhaar und der English Setter. Sie wurden ursprünglich ebenfalls für die Jagd gezüchtet. Ihre Aufgabe war das Aufspüren von Wild. Hatten sie das Wild gefunden, standen sie reglos vor diesem und zeigten dem Jäger durch das Anheben eines Vorderlaufs, wo es sich befand. Diese Rassen sollten nur in erfahrene Hände, die sie ausreichend beschäftigen können.  

FCI-Gruppe 8: Apportierhunde, Stöberhunde und Wasserhunde

Die 22 Hunderassen in dieser Gruppe wurden ursprünglich für die Jagd gezüchtet, sind aber heute beliebte Familien- und Begleithunde. Die Apportierhunde, oder auch Retriever genannt, hatten bei der Jagd die Aufgabe, die tote Beute aufzuspüren und zu apportieren. Zu ihnen gehören beispielsweise der Golden Retriever, der Labrador Retriever und der Nova Scotia Duck Tolling Retriever. Diese Hunde sind gutmütig, sanft, freundlich, geduldig und somit tolle Familienhunde.

Die Stöberhunde haben bei der Jagd die Umgebung nach Wild abgesucht, es aufgescheucht und zu den Jägern getrieben. Sie haben dementsprechend einen sehr guten Geruchssinn. Zu ihnen gehören unter anderem der English Cocker Spaniel, der American Cocker Spaniel und der Kooikerhondje.

Die Aufgabe der Wasserhunde war es, die geschossenen und ins Wasser gestürzten Wasservögel zu apportieren. Sie sind ausgezeichnete Schwimmer, intelligent, freundlich, arbeitsfreudig, verspielt und gute Familienhunde. Zu ihnen gehören Rassen wie der Französische Wasserhund oder der Irische Wasserspaniel.

FCI-Gruppe 9: Gesellschaftshunde und Begleithunde

Zu dieser Gruppe gehören 26 Hunderassen. Sie sind menschenbezogen, intelligent und wurden nicht für die Jagd oder eine andere Aufgabe gezüchtet. Bei ein paar Rassen dieser Gruppe ging es hauptsächlich um das Äußere, wodurch Qualzuchten wie beispielsweise die Französische Bulldogge entstanden. Weitere Rassen dieser Gruppe sind der Malteser, der Chihuahua, der Pekinese, der Mops und der Havaneser.

FCI-Gruppe 10: Windhunde

Zu der letzten Gruppe gehören aktuell 13 Rassen, wie beispielsweise der Afghanische Windhund, der Saluki, der Schottische Hirschhund, der Irische Wolfshund, der Greyhound und der Whippet. Windhunde wurden ebenfalls für die Jagd gezüchtet und hatten die Aufgabe, dem Wild hinterherzujagen. Sie sind schlank, haben einen gewölbten Rücken, lange Läufe und gehören zu den schnellsten Tieren der Welt. Diese Rassen gehören nur zu Personen, bei denen sie ihren sehr starken Bewegungsdrang ausreichend ausleben können.  

So findest du einen Hund, der zu dir passt

Aber welcher Hund passt denn nun zu mir? Diese Frage lässt sich nur sehr individuell beantworten. Im Folgenden findest du einige Tipps und Infos, welche Hunde am besten zu bestimmten Personen und Lebensumständen passen.

Welcher Hund passt zu mir als Anfänger?

Als Anfänger passt ein pflegeleichter und gut erziehbarer Hund am besten zu dir. Natürlich braucht aber jeder Hund ausreichend geistige und körperliche Beschäftigung, eine artgerechte Haltung und Pflege. Darüber solltest du dich auch als Anfänger ausreichend informieren, dir Hilfe von qualifizierten Personen holen und zusammen mit deinem Hund eine Hundeschule besuchen.

Folgende Rassen sind bei artgerechter Haltung besonders freundlich, ausgeglichen, ruhig, leicht erziehbar und somit ideal für Anfänger geeignet:

  • Havanese
  • Bichon Frisé
  • Pudel
  • Golden Retriever
  • Malteser
  • Papillon
  • Labrador Retriever
  • Zwergspitz
  • Berner Sennenhund
  • Boxer

Grundsätzlich kann fast jeder Hund zu einem loyalen, liebevollen und ausgeglichenen Begleiter fürs Leben werden. Die Voraussetzungen hierfür sind eine konsequente Erziehung, ausreichend Beschäftigung und Zuneigung und eine artgerechte Haltung.

Welcher Hund passt zu mir als Allergiker?

Als Allergiker musst du nicht auf einen Hund verzichten. Eine Hundeallergie wird durch Proteine in Speichel, Haut und Urin ausgelöst. Diese Stoffe lagern sich jedoch auch in den Hundehaaren ab, weshalb ein nicht haarender, bis wenig haarender Hund für Allergiker geeignet ist. Bei manchen Personen entwickelt sich die Allergie erst mit der Zeit und andere sind beispielsweise nur auf Rüden allergisch. Vor dem Kauf eines Hundes solltest du testen, wie du auf die jeweiligen Rassen reagierst und dies wenn möglich auch mit einem Arzt absprechen. Folgende Hunderassen sind meist gut für Allergiker geeignet:

  • Pudel
  • Havanese
  • Portugiesischer Wasserhund
  • Labrador
  • Labradoodle und andere Doodle-Hybride
  • Schnauzer
Labradoodle Hund

Welcher Hund passt zu mir und meiner Familie?

Für Familien ist es wichtig, dass sich der Hund mit Kindern versteht und viel Trubel aushält. Da Kinder gegenüber Hunden unvorsichtig, grob und stürmisch sein können, müssen Familienhunde einige kinderfreundliche Eigenschaften besitzen. Sie sollten bestenfalls verschmust, verspielt, nervenstark, gehorsam, gelassen und geduldig sein und natürlich keinerlei Aggressionen zeigen. 

Folgende Rassen eignen sich gut als Familienhund, vorausgesetzt sie werden gut erzogen und artgerecht gehalten. Natürlich kann es auch innerhalb dieser Rassen Hunde geben, die nichts mit Kindern anfangen können.

  • Labrador
  • Golden Retriever
  • Beagle
  • Berner Sennenhund
  • Collie 
  • Dalmatiner
  • Irish Setter
  • Magyar Vizsla
  • Pudel
  • Rhodesian Ridgeback

Egal bei welcher Rasse ist es jedoch wichtig, dass der Hund am besten schon im Welpenalter Kontakt zu Kindern hat. So kann er sich an die unbeholfenen Berührungen und das Verhalten von Kindern gewöhnen. Außerdem sollte immer eine Aufsichtsperson dabei sein, wenn Hund und Kind zusammenkommen. 

Welcher Hund passt gut zu Katzen?

Fast jeder Hund kann zusammen mit Katzen leben, wenn eine gute Sozialisierung stattgefunden hat. Am besten funktioniert das Zusammenleben von Hund und Katze, wenn sie miteinander aufwachsen. Generell sind Hunde mit einem sehr starken Jagdtrieb eher weniger geeignet, da sie einer davonlaufenden Katze gerne hinterherjagen. Folgende Rassen kommen in der Regel gut mit Katzen klar. Auch hier kann es aber innerhalb der Rasse Ausnahmen geben.

  • Mops
  • Labrador
  • Neufundländer
  • Berner Sennenhund
  • Bernhardiner
  • Dalmatiner
  • Deutsche Dogge
  • Eurasier
  • Rottweiler

Welcher Hund passt zu mir als faule Person?

Falls du lieber auf der Couch bleibst, als draußen joggen zu gehen, solltest du einen eher fauleren Hund in Erwägung ziehen. Natürlich braucht jede Rasse geistige und körperliche Beschäftigung, aber die folgenden Hunderassen eher weniger.

  • Französische Bulldogge
  • Englische Bulldogge
  • Deutsche Dogge
  • Shih Tzu
  • Yorkshire Terrier
  • Dackel
  • Basset
  • Chihuahua
Welcher Hund passt zu mir wenn ich faul bin

Hunderassen mit wenig Jagdtrieb

Jeder Hund hat den natürlichen und früher überlebenswichtigen Instinkt zu jagen. In der Regel kann dieser durch eine konsequente Erziehung und ausreichend Beschäftigung gut kontrolliert werden. Zum Thema Jagdtrieb findest du einen eigenen Artikel auf unserem Blog. Es gibt aber auch folgende Rassen, bei denen der Jagdtrieb inzwischen in der Regel nur schwach ausgeprägt ist.

  • Französische Bulldogge 
  • Pyrenäen-Berghund 
  • Bobtail 
  • Havanese
  • Japan Chin
  • Boxer
  • Malteser
  • Golden Retriever
  • Papillon
  • Kurzhaariger Ungarischer Vorstehhund
  • Bichon Frisé
  • Zwergspitz

Hunderassen für Hundesport

Falls du eine sehr aktive Person bist und dich fragst „Welcher Hund passt zu mir und meinem Lebensstil?“, findest du hier eine Übersicht von Hunderassen, die sich gerne und viel bewegen. Hundesportarten und allgemein ein aktiver Alltag sind für diese Rassen wichtig. Neben der körperlichen Beschäftigung, ist auch die geistige Beschäftigung sehr wichtig für jeden Hund. Bedenke auch, dass ein langer Spaziergang für diese Rassen nicht ausreichend ist. Ursprüngliche Arbeitshunde brauchen eine Aufgabe, um ihre Bedürfnisse ausleben zu können. Auch eine Wohnungshaltung ist für sehr aktive Rassen eher nicht geeignet. Folgende Hunderassen sind sportlich, intelligent und arbeitsfreudig: 

  • Australian Cattle Dog
  • Australian Shepherd
  • Border Collie
  • Dalmatiner
  • Deutscher Schäferhund
  • Dobermann
  • Rhodesian Ridgeback
  • Malinois
  • Shetland Sheepdog
Hundesport

Hunderassen, die wenig Haare verlieren

Wenig haarende Hunde werden von Allergikern bevorzugt, aber auch von Personen, die es aus praktischen oder hygienischen Gründen lieber haben, wenn der Hund wenig Haare verliert. Vor allem kleine Hunde sind hier zu empfehlen, da sie einfach weniger Fläche und somit weniger Haare haben als große Hunde. Folgende Rassen verlieren wenige Haare:

  • Chihuahua 
  • Papillon
  • Bichon Frisé
  • Pudel
  • Malinois
  • Airedale Terrier
  • Riesenschnauzer
  • Rhodesian Ridgeback
  • Deutsch Kurzhaar

Ruhige Hunderassen

Falls du viele Nachbarn hast oder allgemein keinen Hund willst, der viel bellt, suchst du wahrscheinlich nach einem ruhigen Hund. Es gibt keine Rasse, die nie bellt und auch ruhige Hunde müssen ausreichend beschäftigt werden, um nicht aus Frust mit dem Bellen anzufangen. Zu dem Thema “Hund bellt”, findest du einen eigenen Artikel auf unserem Blog. Folgende Rassen sind grundsätzlich ruhig. Natürlich kann es innerhalb der Rassen auch Ausnahmen geben:

  • Irischer Wolfshund
  • Retriever
  • Basset
  • Afghanischer Windhund
  • Bernhardiner
  • Barso
  • Eurasier
  • Deutsche Dogge
  • Akita Inu

Dinge, die du dir vor dem Hundekauf überlegen solltest

Aber nicht nur dein Hund soll zu dir passen und deine Ansprüche erfüllen, sondern auch du die Bedürfnisse deines Hundes. Überlege dir vorab, ob ein Hund bei dir Platz hat und ob du ihm wirklich ein artgerechtes Leben bieten kannst. Folgende grundlegende Überlegungen solltest du dir vor dem Kauf eines Hundes machen.

Welches Wesen soll dein Hund haben?

Hunde haben aufgrund ihrer ursprünglichen Zuchtziele sehr unterschiedliche Charaktereigenschaften. Die Unterteilung der Hunderassen in die FCI-Gruppen findest du am Anfang dieses Artikels.

Wenn du einen sportlichen, arbeitsfreudigen und aktiven Hund suchst, kommen beispielsweise der Australian Shepherd, der Border Collie, der Deutsch Kurzhaar oder der Rhodesian Ridgeback für dich in Frage. Hundesportarten, wie beispielsweise Agility, sind eine ideale Beschäftigung für diese Hunderassen. Zu dem Thema Agility findest du auch einen eigenen Artikel auf unserem Blog.

Suchst du eher einen Familien- und Gesellschaftshund, stehen beispielsweise der Golden Retriever, der Berner Sennenhund, die Deutsche Dogge, Chihuahuas und auch der Rottweiler zur Auswahl. Natürlich müssen auch diese Rassen ausreichend beschäftigt und bewegt werden, um ausgeglichen zu sein.

Überlege dir gut, welche Eigenschaften eines Hundes am besten zu dir und deinem Lebensstil passen. Hierfür kannst du dich auch in einer Hundeschule beraten lassen. Ein Hund sollte immer artgerecht behandelt und ausreichend geistig und körperlich ausgelastet werden. Natürlich ist jeder Hund individuell und auch rassetypische Eigenschaften sind nicht bei jedem Hund einer Rasse gleich stark ausgebildet.

Rhodesian Ridgeback

Wie viel Platz hast du für deinen Hund?

Deine Wohnsituation ist ein wichtiges Kriterium bei der Wahl deines Hundes. Es sollte, entsprechend der Größe deines Hundes, ausreichend Fläche zur Verfügung stehen.

Einige Hunderassen sollten außerdem möglichst wenige Treppen laufen, da sie schnell Gelenkerkrankungen entwickeln. Dazu gehören beispielsweise Schäferhunde, Dackel und Französische Bulldoggen.

Für Rassen wie den Dalmatiner oder den Rhodesian Ridgeback, die viel Auslauf und Bewegung brauchen, ist ein Garten ein großer Vorteil. Andere Hunde hingegen, wie der Mops oder die Bulldogge, kommen auch in einer Wohnung ohne Garten bei ausreichend anderer Beschäftigung gut zurecht.

Bedenke außerdem, dass dein Hund einen ruhigen Platz bei dir Zuhause braucht, an dem er zur Ruhe kommen und sich zurückziehen kann. Ein Körbchen mitten im Gang oder an einem sonstigen sehr belebten Ort, ist hier nicht ausreichend.

Wie viel Erfahrung hast du in der Hundeerziehung?

Bevor du dir die Frage „Welcher Hund passt zu mir?“ stellst, solltest du dir selbst ehrlich beantworten, wie viel Erfahrung du im Umgang mit Hunden hast. Falls du dich bereits sehr gut mit verschiedenen Hunden und in Sachen Hundeerziehung auskennst, kommen eigentlich alle Rassen in Frage. Besonders Rassen mit einem stark ausgeprägten Jagd- und Schutztrieb gehören in erfahrene Hände. Falls du mehr zum Thema Hundeerziehung wissen möchtest, findest du dazu einen eigenen Artikel auf unserem Blog.

Für Anfänger eignen sich leicht erziehbare Hunde wie beispielsweise der Mops, der Pudel oder der Golden Retriever. Aber auch diese Rassen müssen konsequent erzogen und artgerecht gehalten werden. Besuche als Anfänger unbedingt eine Hundeschule, wo du wichtige Tipps rund um das Thema Hund bekommst.

Welcher Hund passt zu mir

Wie viel Zeit hast du für deinen Hund?

Sobald du einen Hund hast, wird sich dein gesamter Alltag verändern. Vor allem Welpen musst du anfangs die ganze Zeit im Blick haben und auch nachts mit ihnen nach draußen gehen, damit sie ihr Geschäft verrichten können. Auch die Hundeerziehung wird viel Zeit in Anspruch nehmen. Für jeden Hund musst du natürlich ebenfalls Zeit für Spaziergänge und andere körperliche, sowie geistige Aktivitäten und Beschäftigungsmöglichkeiten einplanen. Des Weiteren kommen je nach Rasse und Haltung unterschiedliche weitere Faktoren hinzu, wie beispielsweise Fellpflege, Vorbereitung oder Kochen des Futters, Warten bei Tierarztbesuchen und einiges mehr. Falls du dich für einen Welpen entschieden hast, ist es sinnvoll, dass du dir zu Beginn Urlaub nimmst. So kann sich dein kleiner Vierbeiner ideal eingewöhnen und du wirst dem Zeitaufwand gerecht.

Solltest du mal keine Zeit für deinen Hund haben, überlege dir zuvor einen Plan, bei wem der Hund unterkommen könnte. Auch für den Fall, dass du ohne deinen Hund in den Urlaub fährst, sollte gesorgt sein. Hierfür bieten sich Freunde, die Familie oder auch Hundepensionen an. 

Wie viel Geld hast du für deinen Hund zur Verfügung?

Die Kosten für einen Hund setzen sich aus vielen unterschiedlichen Dingen zusammen. Zunächst natürlich die Grundausstattung, wie beispielsweise Fressnapf, Leine, Transportbox, Hundekorb, Futter und Spielzeug. Dazu kommen Tierarztkosten, Hundesteuer, Haftpflichtversicherung, Krankenversicherung, der Besuch einer Hundeschule und eventuell der Aufenthalt in einer Tierpension. Die Kosten spielen eine wichtige Rolle in der Entscheidung, ob man sich einen Hund kaufen möchte und sollten nicht unterschätzt werden.

Dieser Artikel ersetzt keine professionelle Beratung. Falls du überlegst, dir einen Hund zu kaufen, lasse dich am besten vorab in einer Hundeschule oder von einer anderen qualifizierten Person beraten. Wir wünschen dir viel Spaß mit deinem (zukünftigen) Liebling! 

wedog - Anmeldung Newsletter

Share this post

Share on facebook
Share on whatsapp
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on email

Das könnte dich auch interessieren

Bald startet wedog.com

100% Hundeliebe

Melde dich jetzt für unseren kostenlosen Newsletter an.